Städtisches Orchester Albstadt





Vom Kirchenkonzert am 17.03.2012

Ein Konzert im Zeichen der Erneuerung

Sowohl die Jugend als auch die Aktiven des Städtischen Orchesters gaben in der Ebinger Friedenskirche eine überzeugende Vorstellung.

Von Beatrix Müller

Albstadt-Ebingen.Der Frühling naht, und alles gerät in Bewegung  -  ausgehend von diesem Gedanken hatten das Städtische Orchester Albstadt und sein Dirigent Mathias Mundl ihr Frühlingskonzert unter das Motto "Aufbruch" gestellt.

Schauplatz war die voll besetzte Friedenskirche  -  eignet sich ein Gotteshaus für ein Blasmusikkonzert mit durchaus säkularen Programmteilen? Wenn hier ihr Gegensatz bestand, dann hat Mundl den Spagat souverän gemeistert. Wobei er sich auch hier vom Gedanken des Aufbruchs leiten ließ  -  wo werden Aufbruch und Erneuerung greifbarer als in der Auferstehung Christi, die zu Ostern gefeiert wird? Auch das Publikum empfand die weltliche Musik am sakralen Ort keineswegs als unpassend; die Friedenskirche war voll besetzt, und die Zuhörer geizten nicht mit Applaus für ein musikalisches Erlebnis der besonderen Art.

Bild vergrößern Den Anfang machte das Jugendorchester, das mit dem Auftritt zugleich die Generalprobe für das anstehende Wertungsspiel in Tübingen- Pfrondorf absolvierte. Die Nachwuchsbläser eröffneten das Programm mit Robert Sheldons "Celebration And Song", deren Klanggewalt einen eindrucksvollen Kontrast zu den zarten Klängen der "Pavane pour une infante defunte" von Maurice Ravel darstellten. Ihr folgte wiederum das temperamentvolle, aber gleichwohl fein ziselierte Stück "Ceremony, Chant and Ritual" von David Shaffer. Die Zuhörer bedankten sich mit großen Applaus  -  und die Jugendlichen mit einer Zugabe.

Anschließend war das Große Orchester an der Reihe. Auf Antonin Dvoraks "Slawischen Tanz" folgte das "Concertino Classico für Flöte und Orchester" von Philip Sparke, das den Flötensolistinnen Claudia Dronka, Stefanie Hirt und Aylin Schäfer jede Menge Gelegenheit zu brillieren bot. Die drei wussten sie zu nutzen.

Höhepunkt des Abends war indes ein Medley mit Melodien aus Andrew Lloyd Webbers Rockoper "Jesus Christ Superstar"  -  ein Reverenz sowohl an den Schauplatz des Geschehens als auch an die bevorstehende Passionszeit. Den Schlusspunkt setzte im nurmehr von Kerzen erleuchteten Kirchenraum das andächtige "Ante Lucem"  -  zu Deutsch "Vor Tagesanbruch"  -  des österreichischen Komponisten Thomas Doss. Danach brandete lautstarker Applaus auf, für den sich die Musiker mit einem Auszug aus Carl Orffs "Carmina Burana" bedankten.

Neues vom Miniorchester
minibild


vom Jubiläumskonzert 19.11.2011 in der Ebinger Festhalle

»Echter Solitär in der Szene«
Städtisches Orchester glänzt beim Jubiläumskonzert nicht nur an den Instrumenten

Von Torsten Pohling

Albstadt-Ebingen. Perfekte Intonation kennzeichnete das Konzert zum 210-jährigen Bestehen der Stadtkapelle Albstadt. Alle Gruppen des Orchesters kamen zum Zuge und - so weit das an einem Abend überhaupt möglich ist - auch alle Musikrichtungen für ein Blasorchester.

Von oben hat das Blechbläserensemble des Städtischen Orchesters Albstadt das Konzert zu dessen 210-jährigem Bestehen am Samstag eröffnet -ähnlich wie vor 210 Jahren. Damals war es der Obere Tor-Turm, diesmal die Empore der Festhalle, wo die Musiker standen. Musikdirektor Mathias Mundl begrüßte das Publikum zur »Musik der Jahrhunderte«, hielt sich inhaltlich aber zurück - das umfangreiche Programmheft gab Auskunft. Mundl griff stattdessen schnell zum Taktstock für das erste Stück des großen Orchesters, Beethovens »Yorkschen Marsch« aus der Zeit der Orchestergründung.
»Das Kulturgut "Orchester-und Blasmusik" wird in Ebingen seit über zwei Jahrhunderten gepflegt«, so Oberbürgermeister Jürgen Gneveckow »Albstadt besitzt eine vielseitige, hochwertige Musikszene. Das städtische Orchester ist darunter ein echter Solitär«.
Bild vergrößern Das »Vorspiel zu einer Komödie« von Wilhelm Langheinrich, der lange das Orchester dirigiert hatte, stellte Mundl wie eine Art Schulunterricht vor, damit »das Ganze besser greifbar wird«. Die Musik war nicht nach Jedermanns Geschmack, Musiker und Dirigent eingeschlossen. Dafür konnten die Musiker hier ihr großes Können beweisen, denn einfach zu spielen sind diese Noten nicht - und einfach zu hören auch nicht: Sie klangen, als ob alle Instrumentalgruppen der Reihe nach durchprobiert und dann gegeneinander antreten würden. Der Wechsel von Harmonie und Disharmonie erinnerte mehr an einen Todeskampf denn an eine Komödie.
Weit eingängiger war die Musik der »Luschtige Schwoba«, die mit Volksmusik die Pause einleiteten. Dirigent Arthur Grochowski war sich bewusst, dass die Einlage »etwas ungewohnt zum Konzert« sei: »Wenn wir so etwas bei Langheinrich gespielt hätten, hätte er uns rausgeschmissen.« Nichtsdestotrotz spielte die Formation hervorragend und erntete dafür den verdienten Applaus. Den Titel der Zugabe wollte Grochowski nicht verraten, wurde er doch von seinen Männern per Gesangs-inlage verkündet: »Bis bald, auf Wiedersehen«.
Nach der Pause kam das Jugendorchester zum Zuge, das dem großen in seiner musikalischen Qualität und Spielfreude kaum nachsteht. Auch die jungen Musiker kamen nicht ohne Zugabe von der Bühne, doch diese hatte etwasAußergewöhnliches: Sie wurde vollkommen ohne Instrumente gespielt - pardon: geklatscht. Mit den Händen, auf den Oberschenkeln, mit Zischlauten, Stampfen und Fingerschnipsen sicherten sich die Jüngsten Begeisterungsstürme.
Das große Orchester spielte zum Schluss noch einmal auf und wurde ebenso herzlich vom Publikum verabschiedet. Zum Ausklang fand sich die Big Band Ebingen zusammen und unterhielt die Gäste im Foyer der Festhalle, wo sie noch bewirtet wurden.


vom Frühlingskonzert 28.05.2011 in der Friedenskirche

Von Smetana zu Glenn Miller
Städtisches Orchester gibt eindrucksvolles Frühlingskonzert in der Friedenskirche

Von Gustav Kaul

Albstadt-Ebingen. Ein »Konzert im Frühling« hat das Städtische Orchester Albstadt am Samstagabend in der Ebinger Friedenskirche gegeben.

Wobei das Konzert in der Kirche diesmal kein Kirchenkonzert im strengen Sinne war -auf dem Programm stand nicht sakrale, sondern profane Musik, und zwar sowohl Klassik als auch moderne Unterhaltungsmusik. Zum Auftakt intonierte das Große Orchester die »Festliche Ouvertüre« von Bedrich Smetana, arrangiert von Karel Belohoubek - das monumentale Werk wurde mit viel Beifall aufgenommen. Als nächstes Stück kündete Dirigent Mathias Mundl, der auch die Aufgabe des Conferenciers übernommen hatte, ein Konzertstück von Adolph Henselt, einem zu Lebzeiten sehr bekannten Komponisten des 19. Jahrhunderts, an - es enthielt zwei Soli auf dem Waldhorn, die den jungen Hornisten Gelegenheit boten, ihr bereits beträchtliches Können unter Beweis zu stellen. Bild vergrößern Die Akustik der Friedenskirche ist schon oft gelobt worden; dank der durch die großen Fenster hereinbrechenden tiefstehenden Abendsonne, deren Licht von den Instrumenten reflektiert wurde, war die Optik diesmal ähnlich eindrucksvoll. Der erste Auftritt des Großen Orchesters endete mit William Francis McBeths »Kaddisch für symphonisches Blasorchester«, in dem der Komponist seiner Trauer um einen verstorbenen Lehrer Ausdruck gibt - der Kaddisch ist ein jüdisches Totengebet. Danach übernahm das Jugendorchester das musikalische Regiment. Den Anfang machte die aus drei Sätzen bestehende »Western Suite«, es folgten einen Auszug aus Leonard Bernsteins »West SideStory« und die schwungvollen Rhythmen von »Disco Lives«, die Musikdirektor Mundl temperamentvoll und mit Emphase dirigierte. Danach war wieder das Große Orchester an der Reihe; es spielte zunächst ein koreanisches Volkslied. Höhepunkt des Abends war jedoch die fünfsätzige Suite »Candide« mit Musik aus dem gleichnamigen Musical - alle Instrumentgruppen konnten sich hier profilieren. Den Schlusspunkt setzte das Medley »In The Miller Mood«; zum Ausklang erzwang das Publikum mit ausdauerndem Beifall einen argentinischen Tango als Zugabe.


von der Generalversammlung am 29.01.2011 in der Friedenskirche

GV 2011

vom Herbstkonzert "Grenzgänge" am 20.11.2010 in der Festhalle

Feines Ausloten der musischen Welten
Städtisches Orchester Albstadt überzeugt beim Herbstkonzert /
Klarinetten-Ensemble und Jugend spielen trefflich

Grafik
Von Christoph Holbein

Albstadt-Ebingen. Sinfonisch und dynamisch: Die Musiker des Städtischen Orchesters Albstadt schöpfen bei ihrem Herbstkonzert die klanglichen Möglichkeiten aus, setzen die Genre fein ein und meistern die rhythmische Vielfalt - mutige »Grenzgänger«.

Musikalisch schön und einfühlsam erzählen sie die Geschichte in den sieben Impressionen einer Hexenjagd aus der »Saga Candida« von Bert Appermont. Mit Zug und auf den Punkt gebracht leitet Musikdirektor Mathias Mundl seinen Klangkörper auch durch die heiklen Passagen. Die Tempi- und Dynamikwechsel gelingen, die Dramatik ist gut erfasst mit einem Hauch ins Voluminöse und mit gesanglichen Einlagen, in den getragenen Stellen zeigt sich das Orchester rhythmisch und in der musikalischen Aussage sensibel pointiert.

Mathias Mundl dirigiert mit viel Feingefühl

Diese Feinfühligkeit - unaufgeregt und dennoch mit authentischem Enthusiasmus von Mundl dirigiert - offenbart sich auch in der »Siciliana Notturno« für Altsaxophon und Orchester von Alfred Reed. Temposcharf und Bild vergrößern gut beherrscht gelingt den Musikern die weiche und zarte Atmosphäre sauber und melodiös zu interpretieren, wobei Bernd Vosseler bei seinem Solo nicht nur technisch, sondern auch musikalisch zu gefallen weiß. Bild vergrößern Mit der Ouvertüre zur Operette »Orpheus in der Unterwelt« von Jacques Offenbach beginnt das Orchester das Konzert kraftvoll, ohne das Klangvolumen zu sprengen, um mit dem »Tanz der Vampire« von Jim Steinmann sicher austariert zwischen lyrisch und bedrohlich, akkurat und rhythmisch ausgewogen das Finale einzuleiten, das mit »The best of Earth, Wind & Fire« poppig-swingend-schnippend neue Klangwelten eröffnet. Schön arrangiert, die übergänge fein verwebend präsentieren sich musikalischer Leiter und Orchester auf der Höhe der Musik, was das Publikum mit anhaltendem Beifall belohnt. Dafür gibt es gleich zwei grenzüberschreitende Zugaben: den »Königsmarsch« aus dem Film »Till Eulenspiegel« und Offenbachs »Can can«, bei dem die Zuhörer - von Mundl diskret geleitet - mitklatschen. Die Jugend zeigt sich unbekümmert So viel Schmiss und Unbekümmertheit legt auch das Jugendorchester bei seinem Auftritt an den Tag. Mit Schwung, rhythmisch punktgenau, mit Drive und gut vorbereitet präsentieren die jungen Musiker ihre vier Stücke: ein passendes, ansprechendes Programm mit einem erfrischenden, flotten Schlagzeug- Solo von Jonathan Dörrer bei »Sparkling Drums« für Drum- Set und Orchester von Ted Huggens und viel Dynamik bei der Filmmusik aus »Die Maske des Zorro« von James Horner. Auch die Nachwuchsmusiker dürfen die Bühne nicht ohne eine kleine Zugabe verlassen. Einen gefälligen und luftig- leichten Beitrag liefert das Klarinetten-Ensemble zum Konzert mit dem »Allegro moderato« aus dem »Concerto Grosso opus 6« von Georg Friedrich Händel und dem »Rondo« von Ludwig van Beethoven. Klar in den Tönen, gut harmonierend, temposicher und in den einzelnen Stimmen fundiert erarbeitet nimmt das Städtische Orchester die Gäste auf seinen Grenzgängen mit - ein musisch schöner Abend.



vom Open Air am 18.07.2010 auf demMazmann Festplatz

sommerwind

Ein wahrlich tierisches Musikvergnügen

Ebingens Musiker bieten ihrem Publikum am kommenden Wochenende bunte Unterhaltung

Musik, Tiere und Spaß - genau Bild vergrößerndas bietet die Sommer Wind Music des Städtischen auf dem Mazmannplatz in Ebingen. Dort stehen viele Aktionen für Kinder und Erwachsene auf dem Programm.

Das Motto »Tiere und Spaß« scheint auf den ersten Blick eine ungewöhnliche Kombination zu sein. Doch die »Sommer Wind Music«, eine Open-Air- Bild vergrößernOrchesters Albstadt am Samstag und Sonntag, 17. und 18. Juli,Veranstaltung des Städtischen Orchesters, hat viel für Groß und Klein zu bieten. Am Samstag, 17. Juli, ab 14 Uhr wird Ponyreiten und Kinderschminken angeboten. Natürlich wird auch eine Hüpfburg aufgestellt. Auf der Bühne wird das Jugendorchester unter der Leitung von Musikdirektor Mathias Mundl spielen. Zudem wird eine Tanzvorführung von befreundeten Vereinen präsentiert. Gegen Abend wird das Städtische Orchester die Bühne betreten und gehobene Unterhaltungsmusik spielen, danach wird die Big Band des Orchesters den Abend mit beschwingten Melodien ausklingen lassen. Am Sonntag Morgen gibt es ab 11 Uhr ein zünftiges Weißwurstfrühstück, zu dem die Volksmusik Talgang Nord die musikalische Beilage liefert. Im Anschluss spielen die »Luschtige Schwoba«, die Bauernkapelle des Städtischen Orchesters. Für Speis und Trank ist natürlich bestens gesorgt. Selbst beim überbringen der Einladungen lässt sich das Städtische Orchester wie immer etwas Besonderes einfallen: Eine Woche vor dem Fest werden die Mitglieder des großen Orchesters und des Jugendorchesters mit Türanhängern von Haus zu Haus gehen und die Albstädter Musikfreunde einladen. Knapp 10000 Anhänger werden in Ebingen ausgehängt. Dazu wird es noch ein Gewinnspiel geben.

vom Gemeinschaftskonzert Albstadt - Winnenden am 24.04.2010 bei Automobile Zollernalb
Doppelkonzert

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vom Herbstkonzert "Concerto grosso" in der Ebinger Festhalle

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Feuerwerk und irische Träume

Städtisches Orchester Albstadt macht seiner Reputation als Höchststufenensemble alle Ehre

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Albstadt-Ebingen. »Concerto Grosso« - so lautete das Motto des Herbstkonzerts, welches das Städtische Orchester Albstadt am Samstag in der Ebinger Festhalle gab.

Das Programm, das die Ebinger Musiker unter anderem im Rahmen eines Workshops einstudiert und vorbereitet hatten, begann denn auch mit einem Werk, das vom Großmeister des »Concerto grosso« stammte: der »Feuerwerksmusik«, von Georg Friedrich Händel - sein Todestag jährt sich 2009 zum 250. Mal - im Jahre 1748 komponiert. Mit einer lyrischen Einleitung, getragen gespielt von Klarinetten und Hörnern, setzte danach die »Ouvertüre für Harmoniemusik op. 24« von Felix Mendelssohn-Bartholdy ein -auch er ein Jubilar, vor 200 Jahren geboren. Dem langsamen Beginn folgten temperamentvolle Passagen von spritziger Rhythmik und virtuoser Melodik. Begeisterten Applaus erhielt anschließend Es-Klarinettistin Christine Mücke für ihr Solo in Hans Zanders »Capriccio«.
   »Auch in unserer Zeit gibt es neue Werke für Blasorchester, die ins Repertoire aufzunehmen sich lohnt« - mit diesen Worten kündigte Musikdirektor Mathias Mundl eine nicht alltägliche Komposition an, nämlich Rolf Rudins auf sechs Tönen aufgebautes Orchesterwerk »Der Traum des Oenghus«. Es erzählt die irische Sage vom Königssohn Oenghus, der sich auf die Suche nach einem flötenspielenden Mädchen macht und es trotz Irrungen und Wirrungen am Ende findet. Die Musiker meisterten das schwierige Konzertstück, das 20 Minuten dauerte, souverän.
   Seit sechs Monaten sind die »Minis« des Städtischen Orchesters in der musikalischer Ausbildung; nun durften sie eine Kostprobe ihres schon recht beachtlichen Könnens geben. Unter der Leitung von Christine Mücke spielten sie zuerst das »Ceremonial Prelude« und danach die »Londonderry Air« und »Meet The Flintstones«. Eine Zugabe hatten die Jüngsten natürlich auch vorbereitet, und eine Belohnung erhielten sie ebenfalls: Sie durften mitspielen, als das von Mathias Mundl dirigierte Jugendorchester das erste Stück seines Programms, »Fairytale«, anstimmte.
   Auch die Vereinsjugend nahm sich des Themas »Concerto Grosso« an. Im Medley »Herr der Ringe« stand die junge Trompetensolistin Meike Rola im Rampenlicht - es wurde ein Klasseauftritt. Weiter ging es mit »Introduction And Modern Beat« sowie »The Lord pf The Dance«. Den abschließenden Programmteil bestritt wieder das große Orchester. Zuerst erklang »That's A Plenty«, danach »Mah Na Mah Na« und schließlich »Funky Winds« von Otto Schwarz. Lang anhaltender Beifall war danach der Dank für eine Vorstellung von höchster Präzision.

vom Platzkonzert vor dem Rathaus am 19.05.2009

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vom Kirchenkonzert am 15.03.2009 in St.Josef

Eine Intensive Annäherung an die Passion

Mathias Mundl führt Orchester zu außergewöhnlicher Leistung mit ungewöhnlicher Musik

Von Volker Schneider

Albstadt-Ebingen. Für ein Blasorchester ist die Passionsthematik kein alltägliches Repertoire. Mit einem gelungenen Konzert haben das Städtische Orchester Albstadt und Musikdirektor Mathias Mundl erfolgreich Neuland betreten. Für Kontraste beim Auftritt in der Kirche St. Josef sorgten die unterschiedlichen Kleingruppen, die Glanzleistungen zeigten. Das Blechbläserensemble eröffnete den Abend von der Empore aus mit zwei Intraden von Melchior Frank. Zwei sehr unterschiedliche, ausdrucksstarke Stücke - zum einen lyrisch, zum anderen leicht tänzerisch - bewältigten die fünf Musiker souverän und waren danach bestens eingestimmt.
     Das Jugendorchester verbreitete Andachtsatmosphäre mit einem arrangierten Werk von Johann Sebastian Bach sowie der »Air For Band« von Frank Erickson und dem »Canto a UNICEF« von Ferner Ferran. Dabei wirkten teilweise sehr junge Musiker mit, die alle mit großer Präzision, guter Intonation und einem großen dynamischen Spektrum musizierten.
Bild vergrößern      Die Klarinettengruppe fand einen bemerkenswerten Zugang zu Chorälen aus Bachs Matthäuspassion und trug Domenico Cimarosas Allegro moderato mit geradezu klassischer Natur und Leichtigkeit vor. Zwei Querflötistinnen harmonierten sehr gut in den kontrastreichen Sätzen der Triosonate cmoll von Georg Philipp Telemann, an der Orgel einfühlsam und differenziert begleitet.
     Das Orchester beschloss diesen ersten Teil mit zwei unterschiedlich ernsten Werken, die im Programmheft anschaulich erklärt waren.
Das Saxophonensemble näherte sich anschließend sehr intensiv der Passionsthematik - vor allem mit der »Spiritual Fantasia« von G.E. Holmes, die verschiedene Spirituals und andere Kirchenliedmelodien verarbeitete. Nach dem andächtigen »Jesus bleibet meine Freude« hatte das große Orchester seinen finalen Auftritt: »Der Leidensweg Jesu« von Dominik J. Del Ra ist eine plastische Darstellung des Leidensweges Jesu mit den Möglichkeiten eines Blasorchesters.
     Noch einmal zeigte das Orchester hohe Qualität: Sämtliche Facetten des Ausdrucks, von der Andacht bis zur Eruption, unterschiedliche Klangfarben sowie alle Tempi wurden von den Musikern souverän bewältigt.

     Der Fleiß hat sich ausgezahlt

     Dirigent Mathias Mundl hat gute und intensive Probenarbeit geleistet, und hatte neben den vielen fleißigen Musikern durch seine umsichtige, differenzierte und präzise Führung des Orchesters einen großen Anteil am Erfolg. Gemeinsam bescherten sie den Zuhörern ein ungewöhnliches Musikerlebnis.

von der Generalversammlung am 16.01.2009 in Heilig-Kreuz

Städtisches Orchester setzt verstärkt auf die Jugend

Geschäftsführende Vorsitzende und Dirigent fordern mehr Engagement / Verdiente Mitglieder geehrt

Albstadt-Ebingen.     (max).
Mehr Werbung will das städtische Orchester Albstadt machen. Bei der Hauptversammlung zog der Vorsitzende Gerhard Baldauf Bilanz. »Christine Mücke hat ihre Arbeit im ersten Jahr als geschäftsführende Vorsitzende gut gemacht«, so Baldauf.
     Das Jahr 2008 bezeichnete Mücke als positiv. Mit einem Fragebogen sei versucht worden, Probleme und Wünsche auszuloten. Das Ergebnis: »Motiviert sind alle, wirklich unzufrieden ist keiner. Nur wenige sind aber bereit, Verantwortung zu übernehmen«. Insgesamt wurden 120 Proben abgehalten, dazu kamen 91 Auftritte der Ensembles.
Bild vergrößern Einen ausführlichen Bericht gab danach Kassierer Oskar Rühlemann ab, und Jugendwart Norbert Hirt informierte darüber, dass Christine Mücke das Miniorchester von Ulrike Tsalos übernommen hat. Derzeit befinden sich zehn Jungmusiker in Ausbildung. »Wir hatten zwar Jugendwerbung, aber gemeldet hat sich niemand«, so Hirt. Nach seiner Erfahrung habe es sich gezeigt, dass die meisten Jugendlichen durch Mundpropaganda gewonnen würden.
     In seinem Dirigentenbericht dankte Matthias Mundl den Musikern, der Stadt und dem Ausschuss. Beim Wertungsspiel in Weitingen habe sich das Orchester in der Höchststufe den Juroren gestellt. »Wir machen gemeinsam Musik, das erfordert Engagement von jeden Einzelnen«, so Mundl.
     Gustolf Kohler überbrachte dann Grüße vom Kreisverband und ehrte Arthur Grochowski für 40 Jahre aktive Mitgliedschaft. Nach 25-jähriger aktiver Mitgliedschaft wurden Peter Kuck, Markus Ruf und Christine Mücke zu Ehrenmitgliedern ernannt.
     Eine Ehrung gab es für besonderen Einsatz: Andreas Maucher wechselte von seinem Horn auf die Tuba, damit das Bassregister auch mal zweistimmig spielen kann. Bei den Neuwahlen wurde Kassierer Oskar Rühlemann kommissarisch für ein Jahr im Amt bestätigt; neue Jugendwartin ist Melanie Vosseler, Noten- und Instrumentenwartin ist Catherine Gruat.

vom Herbstkonzert am 22.11.2008 in der Ebinger Festhalle

Musikalischer Ritt durch die Lande

Städtisches Orchester Albstadt verdient sich Beifall beim Herbstkonzert mit selten Gehörtem und leichter Hand

Von Karina Eyrich

Albstadt-Ebingen. »Ausgerechnet heute muss es Winter werden«, schimpfte einer der Zuhörer beim Herbstkonzert des Städtischen Orchesters Albstadt. Er fand wohl auch: Die Musiker hätten mehr Zuhörer verdient gehabt.
»Klingende Landschaften« lautet das Motto, während draußen leise der Schnee rieselt. Und wie sie klingen: Gleich nach der »Morgenstimmung« aus »Peer Gynt« erzählen Mathias Mundl und seine Musiker in der »Suite Française« von den schönsten Seiten des Nachbarlandes, in den Sätzen »Normandie« und »Bretagne«, wo Wind und Wetter in jeder Note mitschwingen, im Satz über die »lle de France«, wo das lebendige Treiben in und um Paris von quicklebendigen Querflöten und rasenden Trommelschlägen nacherzählt wird. Und im getragenen »Alsace-Lorraine«, schwer wie tiefroter Wein. Zum Schluss treiben wieder die Querflöten die anderen Instrumente voran Richtung »Provence«, im tiefen Süden, wo es sich leicht lebt sogar die tief gestimmten Blasinstrumente fangen da an, zu jubilieren.

Beim Oboensolo halten auch die Kollegen inne

Bei den »Variationen über ein Thema von Glinka« halten zeitweise nicht nur arrangementgemäß sämtliche Musiker inne, sondern auch den Atem an, um das hinreißende Oboensolo von Martin Thorwarth in voller Schönheit genießen zu können. Bild vergrößern Ganz sicher wissen sie, dass sie bei der Suite von »Hymn Of The Highlands« alle Kraft brauchen. Angesichts der temporeichen, akzentuierten Notenfolge muss Mathias Mundl seine Musiker punktgenau durch das Stück führen. Bei der Auswahl der Musik hat Mundl ein ebenso sicheres Gespür bewiesen, wie später beim Dirigat: Nichts, das man schon 100 Mal gehört hätte - nichts, mit dem sich das Orchester seinen Beifall leicht verdienen könnte. Wie die barbarischen Schotten in ihren Schlachten geben die Musiker alles, als sie ins musikalische Hochland ziehen: galoppierende Pauken, übermütige Hörner, angriffslustige Tuben, siegessichere Trompeten.

Die Werbung für die Ausbildung vor dem Auftritt des Jugendorchesters hätte Mundl sich sparen können, denn die Klasse der jugendlichen Musiker spricht für sich. Mit leichter Hand und Spielfreude interpretieren sie »Selections From Tarzan«, und im Dschungel geht's so bunt zu, wie auf der Bühne mit elf Instrumenten und 27 Aktiven. Wie wohltuend, dass die Jungmusiker ihr Publikum nicht nur zu einem »Celtic Ritual« und den »Piraten der Karibik« mitnehmen, sondern mit »Jamaica Fairwell« auch karibische Urlaubsatmosphäre ins eiskalte Albstadt holen.

»Des großen Kurfürsten Reitermarsch« läutet den letzten Akt ein, und Mundl verrät, dass Pauken und Trompeten die wichtigsten Instrumente waren, wenn zur Schlacht geblasen wurde. In der Tat: Es ist ehrfurchteinflößend, wie das Orchester die Wände erzittern lässt. Noch beim Nachbeben springt Mundl der Takt-stock aus der Hand: »Kommt vor!« Für die Aufführung des Strauß-Walzers »An der schönen blauen Donau« hat Mundl ein besonders schönes Arrangement von Marco Tamanini gewählt, und beim »Dschungelbuch« zum Schluss wird den Musikern nochmals alles abverlangt, was sie an Präzision zu bieten haben. Nix da von wegen: »Probier's mal mit Gemütlichkeit« - Einsatz ist gefragt, bis zum fulminanten Ende, das mit Zugaben noch ein bisschen hinausgeschoben wird.

vom Kirchenkonzert in Laufen am 09.03.2008

Klangtechniken der ungewohnten Art

Harmonie Laufen und ihre Gäste bescheren dem Publikum beim Benefizkonzert ein Hörerlebnis

Von Sabine Kappe

Albstadt-Laufen. Musik genießen und zur Ruhe kommen - das konnten die Besucher des Benefizkonzertes am Sonntagabend in der evangelischen Kirche in Laufen.

Unter dem Motto »Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt« präsentierten die Gesangvereine Harmonie Laufen und Liederlust Ennetach sowie das Städtische Orchester Albstadt einen kirchenmusikalischen Abend der ganz besonderen Art.


Bild vergrößern »Wir bekommen das Motto des Abends heute in Worten und Tönen zu hören«, stimmte Pfarrerin Martina Kugler die Besucher in der voll besetzten Laufener Kirche auf das Kommende ein. Die rund 80 Sängerinnen und Sänger sowie über 40 Musiker beeindruckten bereits mit dem ersten Stück »Jesus bleibet meine Freude« von Johann Sebastian Bach. Unter der Leitung von Hans-Peter Merz brachten die Chöre die Motette »Der Mensch lebt und bestehet«, »Sancta Maria«, »Wer unter dem Schirm des Höchstens sitzet« sowie »Wie groß bist Du« zu Gehör. Eindrucksvoll zeigten die Sänger dabei ihr Können.

»Bleicher Mond« lautete der Titel der Komposition, mit der das Städtische Orchester ein nächtliches Bild im Mondlicht zeichnete. »Eine stille, wenig spektakuläre Klangwelt öffnet sich demjenigen, der sich öffnen will«, stand im Programmblatt. Besonders bemerkenswert waren dabei verschiedene Klangtechniken wie der Einsatz des geflüsterten Wortes oder das tonlose Hineinblasen ins Instrument - für viele der Besucher ein völlig neues Hörerlebnis. Mathias Mundl, Musikdirektor und Leiter des Städtischen Orchesters, hatte die Zuhörer bereits vor Beginn darauf eingestimmt, den Gedanken während des rund 15-minütigen Stückes freien Lauf zu lassen. Es eigne sich hervorragend zur Reflexion und passe somit bestens zur Fastenzeit.

Zum Abschluss des Benefizkonzertes traten Sänger und Musiker nochmals gemeinsam auf. Mit dem »Gospel Train« schlugen sie fetzige Töne an. Das »Amen« aus »Der Messias« von Georg Friedrich Händel bildete den würdigen Abschluss des Konzertabends.

Stehende Ovationen belohnten Chöre und Orchester.Eine Zugabe durfte daher nicht fehlen und so nahmen die Protagonisten ihre Zuhörer nochmals mit auf eine Reise im »Gospel Train« - das Publikum klatschte begeistert mit. Die Spenden des Abends fließen in die Renovierung der Laufener Kirche.

von der Generalversammlung am 22.01.08

Christine Mücke tritt Bernd Vosselers Erbe an

Städtisches Orchester Albstadt wählt eine neue stellvertretende Vorsitzende

Von Maximilian Bantle

Albstadt-Ebingen. Das Städtische Orchester Albstadt hat bei seiner Jahrehauptversammlung drei Vorstandsposten neu besetzt. Zur Nachfolgerin des stellvertretenden und geschäftsfuhrenden Vorsitzenden Bernd Vosseler wurde die bisherige Organisationsleiterin Christine Mücke gewählt. Mücke wird ihrerseits von Ingrid Kobler im Amt beerbt; den Posten des Schriftführers, den bisher Kurt Meboldt innehatte, übernimmt Reinhard Wessner. Zum Kassenprüfer wurde Markus Ruf bestellt.
Bild vergrößern    Vosseler, der an diesem Abend zum letzten Mal seines Amtes als stellvertretender Vorsitzender waltete, hatte zu Beginn der Versammlung den Reigen der Tätigkeitsberichte mit dem musikalischen Rückblick eröffnet. 2007, so sein Fazit, sei ein erfreuliches Jahr gewesen, an dessen Ende insgesamt 129 Proben und 93 Auftritte zu Buche gestanden hätten. Die Sommerserenade »Eine amerikanische Nacht« sei trotz des schlechten Wetters ein großer musikalischer Erfolg mit großer öffentlicher Resonanz gewesen: Drei Höchststufenorchester und ein Projektorchester an einem Tag und bei ein und der selben Veranstaltung zu hören, das sei nur in Albstadt möglich. »Auf hoher See«, der Beitrag des Städtischen Orchesters, sei anspruchsvoll und die Intepretation sehr überzeugend gewesen.
   Weitere Höhepunkte des Jahres: das Herbstkonzert mit dem Motto »Broadway Impressionen«, der Erfolg des Jugendorchesters beim Wertungsspiel und die Gründung des Miniorchesters. Wermutstropfen waren in Vosselers Augen der nicht befriedigende Besuch der Proben zu Anfang des Jahres, vor allem aber der finanzielle Verlust, den das schlechte Wetters den Veranstaltern des Serenadenkonzerts eintrug. Abschließend bedankte sich Vosseler bei seinen Mitstreitern, vor allem aber beim Dirigenten Mathias Mundl. Seine musikalischen, organisatorischen und menschlichen Fähigkeiten hätten den Verein gestärkt und vorangebracht; trotz seiner Verpflichtungen an der Musikschule Winnenden könnten sich die Musiker des Städtischen Orchesters glücklich schätzen, weiterhin von ihm dirigiert zu werden. Mundl gab das Lob zurück: »Es macht riesigen Spaß hier.«
   Wie Oskar Rühlemann mitteilte, schreibt der Verein trotz der defizitären Sommerserenade schwarze Zahlen. Die Kassenprüfer Reiner Benkler und Maximilian Bantle bescheinigten ihm eine einwandfreie Kassenführung; die Entlastung war Formsache.

EHRUNGEN

Langjährige Mitglieder hat das Städtische Orchestwer Albstadt bei seiner Hauptversammlung geehrt. Für 50 Jahre aktive Mitgliedschaft wurde Wolfgang Cyris ausgezeichnet, seit 25 Jahren gehört Heidi Pietsch dem Ensemble an, seit zehn Jahren sind Simone Endlichhofer und Carina Flad dabei. Jonathan Dörrer hat die D3-Prüfung bestanden, Christina Merz die D2-Prüfung, Carolin Adis und Theresa Baldauf die D1-Prüfung. Die fleißigsten Probenbesucher waren Desirée Brösamle, Rudolf Kramer und Catherine Gruat, die jeweils einmal fehlten.



Vom Herbstkonzert am 24.11.07 in der Festhalle Ebingen

Der Trommelkönig heißt Mundl

Städtisches Orchester zeigt in den » Broadway Impressionen« alle Facetten seines Könnens

Von Klaus Hetges

Albstadt-Ebingen. Wenn Mathias Mundl und das Städtische Orchester Albstadt ein Thema aussuchen, dann passt sogar die Zugabe - diesmal war es »America« von Leonard Bernstein, und es standen »Broadway Impressionen« auf dem Programm.

Melodien aus der Welt des Musicals und des Films bot das Städtische Orchester am Samstag in seinem Herbstkonzert. Auch diesmal erscheint es müßig, bei diesem Ensemble Intonation, Tempi, Rhythmik, gestaltende Auslegung der Partitur - Agogik - oder ähnliche musikalische Parameter zu hinterfragen. Da stimmt halt der Gesamteindruck, angefangen bei der äußeren Disziplin, ebenso wie die Einzelheiten - und so war es auch diesmal ein Genuss, sich zurückzulehnen und sich in die Musik »hineinfallen« zu lassen.
Bild vergrößern    Was bei der Theaterouvertüre »Curtain up!« ähnlich leicht fiel wie beim Musical-Querschnitt aus dem »König der Löwen«. Schon befand man sich in der Broadway-Glitzerwelt von Show, Theater und Film. Dann das Miniorchester, dem derzeit zwölf ganz junge Musiker angehören. Unter der Leitung von Ulrike Tsalos finden die Kleinsten zum Zusammenspiel in der Gruppe - und klangen schon recht tonrein und rhythmisch sattelfest bei bekannten Melodien wie etwa dem »German Waltz«, landläufig als »Oh du lieber Augustin« bekannt. Zusammenspiel muss man lernen, das gibt den homogenen, dichten Orchesterklang von morgen.
Der Swing vom Tanztee kommt zu Konzertehren
   Den Beweis erbrachte das Jugendorchester, vor Jahren noch selber »Minis«: Da »fetzte« es gleich mit allen Stimmen bei den »Movie Blockbusters«: »Mission impossible «, »Titanic«, »Zorro's Theme« - das sind die Filmthemen, mit denen sich die jungen Ebinger Musiker identifizieren können. In den »Voices of the Sky« zeigten sie dann Gefühl für ihre Instrumente, galt es doch, Stimmungen und Farben des Himmels zu »malen«. Dann noch einmal Filmmusik, das Medley »Die Chroniken von Narnia«.
   Nach der Pause dann die Bigband des Städtischen Orchesters. Eine gute Idee, diese Facette des Ebinger Repertoires, normalerweise nur von traditionellen Tanztees her bekannt, einmal auch dem Konzertpublikum zu präsentieren. »It Do'nt Mean A Thing, If It Ain't Got That Swing«, Swing vom Feinsten, der Erinnerungen an Duke Ellington und Ella Fitzgerald wach rief. Da überraschte eine warm timbrierte junge Stimme mit geschliffener Aussprache: Anne Lisa Wiesinger, Debütantin in Ebingen, passte sich gut in die 18 swingenden Instrumentalisten ein, auch in »Fly Me To The Moon«. Als »King Of Timbales« agierte Mundl, diplomierter Schlagwerker, höchstpersönlich an den kleinen kubanischen Trommeln.
   Umbau zum Finale: Querschnitt aus Webbers »Evita« mit dem Höhepunkt »Don't Cry For Me Argentina«, einfühlsam interpretiert und szenenecht vom Balkon gesungen von Anne-Lisa Wiesinger. Sie mimte auch die Sissi aus dem Musical »Elisabeth«: Für »Ich gehör nur mir« erntete sie langen, begeisterten Beifall.
Weicher Klarinettenton und heißes Saxophon
   Der große symphonische Querschnitt aus Richard Rodgers' Musical »Oklahoma« verlangte dem Orchester noch einmal Stehvermögen ab. Von Solisten wie Anja Endlichhofer, Markus Ruf oder Wolfgang Lederer war am Ende eines solchen Programms noch Ansatz gefragt, wenn sie das Leitmotiv der »Broadway Impressionen« variierten: mit weich aufsteigendem Ton und langem Atem die Klarinette, locker swingend die Trompete und mit »heißer Kanne« das Saxophon. Sie seien stellvertretend genannt für viele andere virtuose Solisten des Abends.



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Von der Sommerserenade am 21.07. 2007 vor / in der Ebinger Festhalle

Gut gelaunt gegen das Donnergrollen

Erste Albstädter Sommerserenade wird vom Regen überrascht - und geht trotzdem nicht baden

Von Karina Eyrich

Albstadt-Ebingen. Der Satz »Es hätte so schön sein können, hätte das Wetter mitgespielt« trifft nicht zu. Es war schön, es war gigantisch, was die drei Albstädter Stadtorchester am Samstag auf die Beine gestellt haben.Der Improvisationskunst der Helfer war es zu verdanken, daß der Hauptteil der ersten Sommerserenade fix vom Platz vor der Schloßberrealschule in die Festhalle verlegt werden konnte.
   Moderator Roland Heck animierte die Zuhörer in der vollbesetzten Halle, sich die laue Sommernacht mit flirrender Hitze »und einem Schuß Erotik« einfach vorzustellen - bei dieser Musik war das nicht schwer.
   »Eine amerikanische Nacht« bescherte das Projektorchester mit Musikern des Städtischen Orchesters Albstadt, des Musikvereins Onstmettingen und der Stadtkapelle Tailfingen seinem Publikum. Mit George Gershwin entführte es die Zuhörer in den tiefen Süden und die afroamerikanische Welt von »Porgy & Bess«.
   In Leonard Bernsteins »Candide Suite« ließ es die »beste aller Welten« entstehen und bei der »Rhapsody in Blue« setzten die Solisten Jochen Ferber, Piano; und Holger Huntgeburth; Klarinette, effektvolle Akzente mit fantastischen Soli.

   Mit Sigrun Backu über den Regenbogen

   Nach einer Pause wurde es noch heißer - und das betraf nicht nur die Luft in der Festhalle. Sigrun Backu verführte mit rauchiger Altstimme zum Spaziergang über den Regenbogen - »Over The Rainbow« - wie einst Judy Garland. Schöne alte Klassiker - »But Not For Me« oder »There's No Business Like Show Business« - animierten zum Mitschwelgen. Und die Solisten, darunter auch Wolfgang Lederer, Saxophon, und Eberhard Budziat, Posaune, glänzten vor dem Hintergrund des gut gelaunt aufspielenden Projektorchesters, das Mathias Mundl, Günter Flumm und Clemens Berger abwechselnd dirigierten.

   »Das Boot« schwimmt noch auf dem Trockenen

   Die drei Dirigenten hatten das Publikum seit dem Nachmittag eingestimmt auf den Höhepunkt. »Das Boot« schwamm noch auf dem Trockenen, als Mathias Mundl mit dem Städtischen Orchester Albstadt das Programm eröffnete. Fröhlicher als bei der bedrohlich düsteren Filmmusik Klaus Doldingers plätscherte das Meer in Frigyes Hidas' »Save The Sea«, bei dem Querflöten besonders gut zu tun hatten - das Publikum sollte die tanzenden Wellen schließlich hören.
   Danach nahmen Mundl und seine Musiker die Zuhörer auf »Die große Seefahrt 1492 - Kolumbus« mit im beeindruckenden Werk von Pavel Stanek.
   Temperamentvoll legten anschließend Günter Flumm und der Musikverein Onstmettingen mit bekannten Filmmelodien los. Sie führten die Zuhörer auf den »Exodus« ins gelobte Land und mit »Star Wars« in die Fantasiewelt, mit den »Glorreichen Sieben« durch die Prärie, mit Lalo Schifrin auf eine »Mission Impossible« und mit Bill Contis Hymne »Gonna Fly Now« in den Boxer-Olymp.

   Gute Laune unter dem Poncho   Mit kraftvollen Werken wie John Williams' »Schindlers Liste« und »Symphonic Marches« sowie Henry Mancinis »Moon River« unterstrich das Orchester seine symphonischen Qualitäten.
   Dann kam der Regen und kurz nach ihm die Stadtkapelle Tailfingen. Clemens Berger nahm's leicht und schwang den Taktstock unterm Regenschirm, während seine Musiker bei ihrem südamerikanischen Programm mit Percussion und Pauke unverdrossen gegen Donnergrollen am Himmel anspielten. Mit trotzig guter Laune servierten die Musiker die »Miniatures Brasileiras«, »Los Cordilleras de los Andes«, Alfred Reeds »Second Suite«, »Mas Que Nada« und »Song And Samba« von Luiz Bonfa.
   Die Zuhörer taten mit: Sie streiften sich die Regenponchos - vorher verteilt - über, spannten Schirme auf und ließen sich die Laune nicht vermiesen. Das hervorragende Catering mit Canapés und Spießchen sowie einer großen Weinauswahl taten ein übriges, um die Regenwolken vergessen zu machen.

INFO

(key). Warum haben das Städtische Orchester Albstadt, der Musikverein Onstmettingen und die Stadtkapelle Tailfingen in anderthalbjähriger Vorbereitung dieses gigantische Programm auf die Beine gestellt? »Die Stadt möchte, daß die Orchester zusammen arbeiten«, erklärt Mathias Mundl, Dirigent des Städtischen Orchesters. »Und: Die Orchester sollen heraus aus der Blasmusikecke«.

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Von der Generalversammlung am 26.01.07

Vom »Hupkonzert« zu Reger und Mozart

Das Städtische Orchester Albstadt ist mit dem Vereinsjahr 2006 sehr zufrieden

Von Maximilian Bantle

Altstadt-Ebingen. Eine günstige Bilanz des vergangenen Vereinsjahres hat das Städtische Orchester Albstadt beiseiner Jahreshauptersammlung im Gemeindesaal Heilig Kreuz gezogen. Nach der Begrüßungsansprache des Vereinsvorsitzenden Gerhard Baldauf erstattete dessen Stellvertreter Bernd Vosseler einen Rechenschaftsbericht, in dem von einem anhaltenden Aufwärtstrend die Rede war.100 Proben und 91 Auftritte stünden zu Buche, und mit dem »Hupkonzert rund ums Auto« habe Musikdirektor Mathias Mundl einen neuen Weg beschritten. Bild vergrößern Das Musical »Freude« schließlich, welches das Jugendorchester, ein fast 100-köpfiger Schülerchor und Solisten der Musik- und Kunstschule aufführten, sei die erfolgreichste Veranstaltung des Städtischen Orchesters seit dem Jubiläumsjahr 2001 gewesen. Die Teilnehmer der Amsterdamreise lernten Bastiaan Blomhert persönlich kennen, der Max Regers »Variationen über ein Thema von Mozarts Opus 132« eigens für das Städtische Orchester arrangiert hat. Blomhert war dann seinerseits beim Herbstkonzert des Städtischen Orchesters.

Oskar Rühlemann vermeldete schwarze Zahlen. Das Jugendorchester hat, wie Kerstin Metzler berichtete, derzeit 26 Mitglieder. Musikdirektor Mathias Mundl rief seine Musiker auf, weiter an der Qualität ihres Spiels und der der Ensembles zu arbeiten.

Oberbürgermeister Dr. Jürgen Gneveckow bekundete in seinem Grußwort Vorfreude auf die Open-Air-Veranstaltung der drei Albstädter Höchststufenorchester im Juli, Heiko Peter Melle, Geschäftsführer des Blasmusik-Kreisverbands, lobte die Stadt im Gegenzug dafür, dass sie nicht nur die »Drei Großen«, sondern auch kleineren Albstädter Orchester fördere.

Anschließend ehrte Melle Bernd Vosseler für 20 Jahre und Thilo Frizenschaf für zehn Jahre Vereinsmitgliedschaft. Die D-1-Prüfung haben Pascal Winkler, Benedikt Bodmer, Manuel Häusler, Christina Merz und Denis Mayer bestanden, die D-2-Prüfung Tobias Brösamle, Desirée Brösamle und Jonathan Dörrer, die D-3-Prüfung Meike Rola. Die zuverlässigsten Probenbesucher waren Tobias Brösamle, Rudolf Kramer und Steven Dos Santos, die je einmal fehlten; für besonderen Einsatz wurde Catherine Gruat geehrt.

Die Neuwahlen brachtenfolgendes Ergebnis: Vorsitzender ist auch künftig Gerhard Baldauf, Noten- und Instrumentenwartin Heidi Pietsch, Organisationsleiterin Christine Mücke, Mitglied z. b. V. Peter Kuck und Jugendvertreterin Kerstin Metzler. Die Kasse prüft im neuen Vereinsjahr Maximilian Bantle.



Über das Herbstkonzert in der Festhalle am 25.11.06

Tupper wird zweckentfremdet


Städtisches Orchester spielt beim Herbstkonzert in Ebingen »Gehörtes verändert«

Von Gottlob Gerstenecker

Albstadt-Ebingen. Sechzig Musikerinnen und Musiker, rote Jacketts, Damen mit Tuch. Herren mit Fliege in der renovierten Ebinger Festhalle - beim Herbstkonzert des Städtischen Orchesters Albstadt fühlte man sich gut sowohl im Frack als auch im Pullover.

Der Saalschmuck ist fast entbehrlich, Architektur, Orchester, Zuhörer sind lebendige Teile eines schmuckvollen Ganzen. Nach den Big-Ben Schlägen eröffnen die Musiker mit der Fanfare »A Festival Anthem« von Franco Cesarini, selbst Flötist und Leiter der Stadtjugendmusik Zürich. Die Big-Ben-Melodie hat er mit dem Fanfarenthema zu einem anspruchsvollen Werk verarbeitet, das Interesse weckt, anregt und schon mal einstimmt auf das Motto des Abends: »Gehörtes verändert«.
Bild vergrößern So wie bei Max Regers Variationen über ein Thema von Mozart. Die Mozart-Variationen gehören zu seinen berühmtesten Werken. Aufbereitet für Blasorchester hat sie Bastiaan Blomhert. Dies ist die Erstaufführung. Der Arrangeur sitzt unter den Zuhörern. Hans Peter Merz stellt am Klavier das Hauptthema vor, Musiker ergänzen das Gesprochene mit den passenden Klängen bis zur achten Variation: Chromatische Fantasie, ähnlich einer Dichtung.

Dann das Werk: Klarinetten und Trompeten spielen das Thema, weich, fließend, ausdrucksvoll. Unmerklich werden Akzente gesetzt, Veränderung geschieht - wie wenn man mit dem Thema im Gepäck auf eine weite Reise geht. Wechselnde Tempi, melodiös, rhythmisch, voller Klang; das Orchester, geführt vom Dirigenten malt akustische Bilder.

Immer wieder taucht das Thema auf; zart, voll, heiter, dunkel, getragen, betont, schmetternd - dynamischer Facettenreichtum im Werden und Vergehen. Zum Schmelzen, wenn eine Klarinette führt und die Holzbläser zart mit vielstimmigem Akkord einfallen, oder die verhalteneTrompete ertönt und dann wieder der volle Klang.

Nach der Pause ist das Jugendorchester an der Reihe. Sie geben eine flotte Eröffnung mit bekannten Weisen: »Beach Boys on Stage« von John Moss, »Yorkshire Ballade« von James Barnes und »Highlights from Shrek 2« von Michael Brown. Die jugendlichem Musiker sind voll bei der Sache, in den stimmungsvollen Passagen konzentriert, im Forte im Element.

Darauf folgt Kees Vlacs »Rhapsodie Provencale«, wieder vom vollen Orchester: Das einstimmige Eingangsthema fächert sich auf. Instrumenten gruppen greifen Aspekte auf, neue tänzerische Melodie entstehen. das Tempo zieht an, Fanfarenstöße, Pauken, Becken und ein grandioser Schluss. Dann kommt Action auf der Bühne. Zwei schwarz gekleidete Herren mit Hut und Koffer. Jonathan Dörrer packt Sandpapier aus, Pascal Winkler Tupperschüsseln. »Sandpaper Concerto« von Norman Tailor mit integriertem Schmirgel und Tupperschüsselklopfduett steht auf dem Programm. Gehörtes verändert halt.

Am Ende klatschen die Zuhörer begeistert. MathiasMundl bedankt sich. Als Zugabe spielt das Orchester »Somewhere over the rainbow«, doch als der Applaus nicht abebbt, gibt es noch ein Kontrastprogramm: »It's my life« von Bon Jovi.

Über das Kirchenkonzert in der Martinskirche am 02.07.06

Eine Gratulation nach Noten

Städtisches Orchester Albstadt gibt Benefizkonzert in der Martinskirche

Von Markus Ammann

Albstadt-Ebingen. Die Ebinger Martinskirchengemeinde feiert das 100-jährige Bestehen ihres Gotteshauses - das Städtische Orchester Albstadt gratulierte mit einem Benefizkonzert.

Das Programm, das Dirigent Mathias Mundl zusammen gestellt hatte, begann mit der »Jubilee Overture« von Philip Sparke. Der 1951 geborene Brite zählt zu den populärsten lebenden Bild vergrößernBlasorchesterkomponisten; seine 1984 uraufgeführte Jubilee Overture gefällt durch festliche Blechbläserfanfaren, virtuose rhythmisehe Wendungen und eine kontrastreiche Instrumentierung. Von Sparkes holländischem Altersgenossen Jan de Haan stammte das nächste Stück »Inspiration«, eine Auftragskomposition von 1993, in der ein A-Thema in phrygischer Tonart auf subtile Weise mit einem rassigen B-Thema alterniert. Der rhythmische Schlussteil baut auf dem A-Thema auf; indes kehrt dasB-Thema als Ganzes nochmals zurück. Das Werk kulminiert in einem Fortissimo, dem ein effektvolles Trompetensolo von der Empore vorausgeht.
Die englische Musik erlebte im 17. Jahrhundert eine Blütezeit; ihr bedeutendster Vertreter war der als »Orpheus Britannicus« gerühmte Henry Purcell. Das Städtische Orchester spielte eine von Albert Loritz arrangierte Suite, die je zwei Sätze aus Purcells Schauspielmusiken zu »The Double Dealer« und »Abdelazer« vereint.
Es folgte das Stück »Et in terra pax« des 1956 geborenen belgischen Komponisten Jan Van der Roost, dessen Leitmotiv die Vokalpassage »Et in terra pax« - auf Deutsch »Und Frieden auf Erden« - ist. Melanie Vosseler trug das dazugehörige Gedicht von Antoine de Saint-Exupery - »Der Friede istw ie ein Baum« - vor.
Tiefe Frömmigkeit und Fröhlichkeit kommen in Barry Forgies Bearbeitung des Spirituals »Swing low, sweet chariot« zum Ausdruck. Vom Komponisten, Arrangeur und Klangregisseur Jacob de Haan stammt das Werk »Choral Music«, dessen Melodie einemKirchenlied des Barockkomponisten Johann Schop, »Sollt ich meinem Gott nicht singen«, entlehnt ist. Das kontrastreiche Stück ist aber keine Choralbearbeitung im herkömmli- chen Sinn: Einer rasanten Eröffnungspassage und mehreren thematischen Hinweisen folgt die Choralmelodie in ihrer ursprünglichen Form. Danach findet sich der Choral in einer Toccata wieder.
Den Schlusspunkt setzten Präludium und Choral »Nun danket alle Gott« in der Bearbeitung von Roland Kernen, bekannter unter dem Künstlernamen André Waignein. Der Erlös des Konzerts wird in soziale Projekte investiert, die die Martinskirchengemeinde im Jubiläumsjahr fördert.

Über das Herbstkonzert in der Festhalle am 19.11.05


Musik verhilft Gegensätzen zur Einheit
Städtisches Orchester Albstadt brilliert unter Leitung von Mathias Mundl in Ebinger Festhalle
Jugend mit von der Partie

Von Klaus Gampp


Albstadt-Ebingen. Zumeist waren es die angloamerikanischen Melodien, mit denen das Städtische Orchester Albstadt beim Herbstkonzert am Samstag in der Ebinger Festhalle unter dem Titel "Gegensätze?" brillierte.
Bild vergrößern Die musikalische Leitung hat Mathias Mundl. Der Ebinger Dirigent hatte bewusst moderne Musikliteratur den älteren Notenblättern gegenüber gestellt und hatte beim Publikum damit Erfolg. Bestes Beispiel beim Auftritt der Blechbläser war "Concertino" für Violoncello, meisterlich vorgetragen von Hans-Hinrich Renner, seit vier Jahren Lehrer an der Musikschule Albstadt. Mit den vier Sätzen des "Concertos" verzauberte der Musiker das Publikum.
Bewusst hat der Ebinger Dirigent hinter "Gegensätze" ein Fragezeichen gestellt, dem während des Spiels der Instrumente große Bedeutung zukam, vereinigten sich doch die musikalischen Gegensätze zu einem Ganzen und zu einem beeindruckenden Musikerlebnis.
Bei "Surround Sound" erlebten die Besucher Gegensätze in räumlicher Hinsicht, indem die Instrumentalisten auf der Bühne wie auch auf der Galerie spielten. Gegensätze emotionaler Art schilderte das zwölfminütige Werk "Cinemascope", bei dem typische Filmszenen klanglich umgesetzt waren.
Einer der wenigen an diesem Abend gespielten deutschen Komponisten, Klaus-Peter Bruchmann, stellte dem Orchester die Aufgabe, Gegensätze zu verbinden, wobei das Blasorchester Albstadt zum Violoncello, gespielt von Hans-Hinrich Renner, "himmlische Sphärenklänge" erklingen ließ. Die vier einzelnen Sätze wurden zum Meisterwerk.
Das Jugendorchester spielte sich mit "Pink Panther" und der "Familie Feuerstein" in die Herzen der Blasmusikliebhaber, dann als Gegensatz ein "Wildwestvortrag". Auf das nachfolgende "Take it easy" folgte begeisterter Beifall.
Peter Buck, Tobias Oßwald, Oskar Rühlemann, Markus Ruf, Claus Schulz und Stefan Schleich als "BrassEnsemble" verführten melodisch zum Träumen. Den Gegensatz von Arm und Reich setzte das Orchester mit "Robin Hood, König der Diebe" musikalisch um. Mit Bernsteins "Vier Tänzen" aus der West Side Story, Chuck Mangiones "Children of Sanchez" und mehreren Zugaben endete das gelungene Konzert.


Über das Wertungsspiel am 02.07.05 in Kornwestheim


ALBSTADT-EBINGEN


Erfolg aus eigener Kraft


Albstadt-Ebingen. "Sehr guten Erfolg" in der Kategorie Höchstufenorchester bekam das Städtische Orchester Albstadt beim Wertungsspiel in Kornwestheim für seinen ausdrucksstarken und fast fehlerfreien Vortrag von den drei Juroren bescheinigt.

Als Selbstwahlstück hatten die Albstädter im Kornwestheimer Kulturhaus die "Festive Overture" von Dmitrij Schostakowitsch, als Wahlpflichtstück "Cinemascope" von Herbert Marinkovits gespielt. Vor allem letzteres Werk mit seinen sechs kontrastierenden Szenen, seinen vielen Soli und seiner ausgefallenen Instrumentation begeisterte das Publikum und nötigte der Jury um Landesblasmusikdirektor Franz Barthold Hochachtung ab.

Erfreulich aus Sicht des Orchesters ist es, dass es die anspruchsvolle Besetzung fast zu 100 Prozent aus den eigenen Reihen stellte. So wechselte eine der drei Oboistinnen an den Flügel, eine Flöte wurde mit dem Englischhorn vertauscht, und auch Bassklarinette, Fagott und Kontrabass waren besetzt.

Im Bereich Perkussion - von 51 Musikern waren nicht weniger als sieben Schlagzeuger und Perkussionisten - war von den Pauken über das Marimbaphon bis hin zu den Röhrenglocken fast alles vertreten.

Dies sei ein Verdienst von Musikdirektor Mathias Mundl, selbst Diplomschlagzeuger und Lehrer an der Musik- und Kunstschule Albstadt, so das Orchester. Viel wichtiger als die Note sind ihm freilich die Früchte der fast viermonatigen Vorbereitungszeit.

Weitere Informationen

www.staedtisches-orchester-albstadt.de




Über das Konzert in der Friedenskirche am 14.03.05


Passion Christi zum Finale
Das Städtische Orchester Albstadt begeistert beim Konzert in der Friedenskirche

Von Klaus Gampp

Albstadt-Ebingen. Kaum war der letzte Ton am Sonntag in der Ebinger Friedenskirche verklungen, bebte das Kirchenschiff wegen des Beifalls. Das Städtische Orchester Albstadt hatte die Zuhörer begeistert. Bild vergrößern

Mathias Mundl und seine Orchestermitglieder zeigten sich in Spiellaune. Sie begannen mit dem "Festlichen Präludium" von Karl Gertis, dem "Jerusalem" von Charles Hubert Parry folgte. Zum Blechbläservortrag gehörte auch Josef Haydns "Gloria" aus der "Lord Nelson-Messe".

Bravourös das Jugendorchester, das mit Stephan Bullas "Jubilaoso" und Elton Johns "Candle in the Wind" viel Beifall hervorrief wie auch mit Jeremiah Clarkes "Trumpet Voluntary". Die vom Gesamtorchester vorgetragene "Festliche Ouvertüre" von Dimitri Shostakovich wurde zum furiosen Werk, das mit seinen langen ausgedehnten Melodien und pulsierenden Rhythmen Anerkennung verdiente.

Der Liebreiz der Klarinetten wurde bei "Caprice" von Clare Grundmann, der "Fuge c-moll" von Bach sowie dem "Allegro vivace" aus der "Suite für vier Klarinetten" hörbar, wobei den Solisten besonderes Lob zukommt. Ein harmonischer Zusammenklang bildete Franz Biebls "Ave Maria", zugleich einer der Glanzpunkte des Konzerts. "Angelus Domini nontiavit Mariae", von den Orchestermitgliedern gesanglich vorgetragen und instrumental vollendet gespielt, zeigte die Klangfülle des Konzertes auf. Telemanns Konzert für vier Flöten und Haydns "Serenade", vom Flöten-Ensemble gespielt, gelang ebenso wie die Vorträge des Saxophon-Ensembles mit "Oriental Dance", "Adagio op" und "Song for Tony". Das Finale gestalteten das Jugendorchester und das Blasorchester zusammen, und zwar mit der "Passion Christi".
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Vorbesprechung des Kirchenkonzerts am 13.03.05


Orchester konzertiert in der Ebinger Friedenskirche

Das Städtische Orchester Albstadt konzertiert am Sonntag, 13. März, in der Friedenskirche in Ebingen. Unter der Leitung von Musikdirektor Mathias Mundl werden Werke von Giroux, Shostakovich und Webber erklingen.
Einen Großteil des Konzertes bestreiten Bläserensembles des Orchesters. Das Konzert beginnt um 17 Uhr. Der Eintritt ist frei. Um vorbereitet zu sein, trafen sich die Musiker bereits zu einem Probenwochenende. Foto: Privat





über das Märchenspiel am 17.12.04


Wie der kleine Peter den gefräßigen Wolf fing.



Das Städtische Orchester setzt mit Prokofjews Klassiker Akzente


Albstadt-Ebingen. Einen musikalischen Glanzpunkt setzte das von Mathias Mundl geleitete Städtische Orchester Albstadt am Bild vergrößernSamstag mit Sergej Prokofjews "Peter und der Wolf".

Zu Beginn hatte Pfarrerin Gerlinde Keppler die Kinder und Jugendlichen im Publikum begrüßt - besonders von den Schülern der Kirchgrabenschule sowie der Musik- und Kunstschule Albstadt waren viele gekommen - , danach waren Mathias Mundl, seine Musiker und Erzählerin Beate Hofmann an der Reihe. Die aufmerksam lauschenden Kindern vernahmen aus Hofmanns Mund die Geschichte vom kleinen Peter, der den gefräßigen Wolf fängt, das Ensemble untermalte sie mit seinen Instrumenten - sowohl für den sprachlichen als auch den musikalischen Beitrag gab es viel Beifall.

Besonders wie die Protagonisten mit klanglichen Mitteln charakterisiert wurden, gefiel den Zuhörern - das Spiel der Klarinetten fand ebenso Anklang wie das der Tubaspieler Stefan Schleich und Werner Hitzer, die den Großvater "mimten". Ulrike Tsalos spielte Fagott, Claudia Hahnel lieh auf der Querflöte dem Vogel eine Stimme, und Sopransaxofonist Wolfgang Lederer "spielte" die Ente. Die Hörner standen für den bösen Wolf, den Part des Jägers übernahm Tobias Brösamle, und die Stimme der Katze wurde von Christine Mücke und Rudi Kramer wiedergegeben.

Dann war "Peter und der Wolf" zu Ende - der Abend aber noch nicht: Die Besucher - besonders umworben war natürlich die Jugend - konnten sich die verschiedenen Instrumente zeigen lassen; Ziel war es, sie ein wenig auf den Geschmack zu bringen. Den Instrumentenunterricht übernimmt die Musik- und Kunstschule Albstadt, das Städtische Orchester bezuschusst ihn.


über das Herbstkonzert am 20.11.04


ALBSTADT-EBINGEN


Ausfiug in das Reich der Mythen


Albstadt-Ebingen. Neuer Dirigent - neue musikalische Thematik. "Mythen und Märchen" bot das von Mathias Mundl geleitete Städtische Orchesters Albstadt bei seinem Herbstkonzert in der Ebinger Festhalle - und eine musikalische Meisterleistung außerdem.

Den Auftakt der Blasmusik-Gala machte "Gandalf", der erste Satz von Johan de Meijs Symphony Nummer eins, einem von J.J.R. Tolkiens Phantasy-Epos "Der Herr der Ringe" inspirierten Stück Programmmusik. Es folgten Carl Wittrocks "Lord Tullamore", eine musikalische Hommage an den Herkunftsort der bekannten irischen Whiskymarke, und Karl-Heinz Köpers "Mytho-Logica". Letzteres Werk bot Mathias Mundl Gelegenheit, im ersten, mit "Cerberus" überschriebenen Satz als Paukensolist zu glänzen - das Orchester dirigierte unterdessen Arthur Gorochowski. Köpers dreisätzigen Komposition entführte die Zuhörer in die Welt der Götter, Fabelwesen und Heroen, wobei die mythologische Thematik eine durchaus fruchtbare Verbindung mit den jazzigen Elementen der Musik einging.

Dass die Integration des Jugendorchesters gelungen ist, bewies dessen Auftritt im Mittelteil des Konzerts. Die Jungmusiker intonierten die "Cimarron Ouvertüre" von Mark Williams, Mike Sutherlands "Just For Fun" sowie zwei Traditionals, "Guantanamera" und "The Saints In Rock". Als Zugabe gab der Nachwuchs "Air & Calipso" und erhielt dafür verdienten Beifall.

Danach waren wieder die Aktiven an der Reihe. In Sergej Prokofjews "Peter und der Wolf" zog das "Städtische" alle Register seines Könnens, wobei Dirigent Mundl die musikalischen Zügel fest in der Hand hatte. Mit der Stuttgarterin Beate Hofmann führte eine veritable Sprachkünstlerin, deren Stimme vollkommen mit der Musik harmonierte, durch "Peter und der Wolf". Das letzte Stück führte wieder zurück zum Ausgangspunkt - es handelte sich um den fünften Satz von Johan de Meijs "Herr der Ringe", genannt "Hobbits". Als der letzte Akkord verklungen war, brandete Beifall auf, der lange anhielt - keine Frage, dass es eine Zugabe folgte. Ein Lob gebührte auch Bernhard Schelb, der gekonnt, launig und herzerfrischend durch das Programm führte.



über das Kirchenkonzert am 04.04.04


MELDUNG AUS ALBSTADT-EBINGEN


Hymnus mit virtuoser Einleitung


Dekan Walter Klink verwies zunächst auf die Mystik der Karwoche, die mit der Auferstehung ihren Höhepunkt finde.

Bild vergrößernMusikalische Höhepunkte gab es dann zu hauf, für die die Zuhörer immer wieder kräftig Beifall spendeten.

Das Jugendorchester begann mit Händels "Sarabande" und ""Gavotte" aus der "Barocken Tanz-Suite". Mit David Wells "Eurock" zeigten die Jugendlichen, dass sie ihre Instrumente beherrschen.

Es folgte vom Städtischen Orchester Albstadt "Panis Angelicus". Die kantable Melodie wurde, beginnend mit der Bariton- und Tenorstimme, durch alle Instrumente geführt und entwickelte sich zu einer subtilen Begleitung, wobei die religiösen Intensionen sehr stark zum Ausdruck kamen.

Bei "István" war bewundernswert, wie Bild vergrößerngekonnt die Musiker das ruhige, beinahe religiös wirkende Zwischenspiel in die ungarische Nationalhymne münden ließen.

Glanzpunkt des Kirchenkonzertes war zweifelsohne Martin Shaws "Große Prozessionshymne" über "Lobet den Herren" für Orgel, Bläsersextett, Pauken und singender Gemeinde. Der Prozessionshymnus begann mit einer virtuosen Einleitung durch die Orgel (Hans-Peter Merz) und des Bläserensembles. Nach dem Zwischenspiel setzten die Kirchenkonzertbesucher mit dem Lied "Lobet den Herrn" ein.

Grandios war dieser Konzertbeitrag, dem Kurt Gäbles "Celtic Flutes" sowie Jacob de Haans "Choral Music" folgten. Mächtig und beherrschend war Pavel Stanéks "Amen", das einen stimmungsvollen Schluss bildete. Danach gaben die Konzertbesucher begeister Beifall.

Der Erlös des Kirchenkonzertes geht zu gleichen Teilen an die Kirchengemeinde St. Josef sowie an das Städtische Orchester.
Von Klaus Gampp 3:00 Uhr, 07.04.2004



über die Generalversammlung am 23.01.04


Neue Gesichter beim Orchester


Gerhard Baldauf löst Konrad Haussmann ab / Mundl für Nell


Albstadt-Ebingen. Neuanfang beim Städtischen Orchester Albstadt: Bei der Hauptversammlung löste nicht nur Gerhard Baldauf Konrad Haussmann als Vorsitzenden ab. Thomas Nell gab zudem den Dirigentenstab an Matthias Mundl weiter.

In seiner Rede betonte Konrad Haussmann, dass sehr viel Arbeit und die Suche nach einem neuen Dirigenten bewältigt werden mussten. Es wurden auch Gespräche mit Nachbarvereinen über eine Kooperation geführt, aber ohne Ergebnis.

Stellvertreter Bernd Vosseler ließ das Vereinsjahr Revue passieren.Wichtig sei seiner Ansicht nach der Austausch von Musikschülern aus der Partnerstadt Chambéry und Ebingen, deren Festkonzert ein Glanzpunkt war. Einen musikalischen Höhepunkt setzte auch Thomas Nell bei seinem Abschiedskonzert.

Bild vergrößernOskar Rühlemann gab Aufschluss über die finanzielle Lage, wobei er von Kassenprüfer Peter Kuck gelobt wurde. Nach Jugendwart Norbert Hirt zeigte sich Thomas Nell in seinem Tätigkeitsbericht "rundum zufrieden". Die Entlastung nahm Ehrenvorsitzender Horst Kaiser vor, die einstimmig erteilt wurde.

Bei den Wahlen wurde Gerhard Baldauf zum neuen Vorsitzenden und Andreas Maucher zum Kassenprüfer, jeweils einstimmig, gewählt. Gerhard Baldauf ist Seniorchef der Firma Baldauf Medien und Druck in Lautlingen.

Bei den Ehrungen stand Adolf Benkler im Mittelpunkt. Er gehört dem Orchester seit über 50 Jahren an, wofür er ein Präsent erhielt. In der Laudation wurde darauf verwiesen, dass Benkler in allen Ensembles und Formationen des Orchesters gespielt und zum Teil geleitet habe. Auch beim Turmblasen und der Friedhofsmusik wirkte er mit, und im Ausschuss war er tätig und habe als Notenwart seine Verdienste erworben.

Peter Kuck, Christine Mücke, und Markus Ruf gehören dem Orchester seit 20 Jahren an, Catherine Gruat und Dunja Schleich seit zehn Jahren. Sie wurden ebenso geehrt wie Rudolf Kramer, Adolf Benkler und Oskar Rühlemann für guten Probenbesuch. Schließlich wurde Thomas Nell zum Ehrendirigenten, Konrad Haussmann zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Von Klaus Gampp

über den neuen Dirigenten


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