Seit über 200 Jahren steht das Städtische Orchester Albstadt für Musik in und für Ebingen. Neben dem großen Orchester - ein sinfonisches Blasorchester, das seit vielen Jahrzehnten in den höchsten Bläserklassen erfolgreich Musik macht - bestehen aber auch schon immer kleinere Formationen, welche sich auf bestimmte Musikrichtungen spezialisiert haben.

Auch in volkstümlicher Richtung waren - und sind inzwischen wieder - die Mitglieder des Städtischen Orchesters aktiv.
Lange Jahre existierte eine sogenannte "Bauernkapelle", die über ein breites Repertoire an volkstümlichen Stücken wie Polkas, Märsche oder Walzer verfügte, aber auch immer mal wieder den einen oder anderen Gassenhauer zum Besten gab.
Bis Anfang der 90er war diese Besetzung ein gern gesehener Gast in Festzelten, bei Vereinsfesten und auch als Aushängeschild der Stadt Albstadt auf Landesgartenschauen oder ähnlichen Veranstaltungen

Leider brachten die 90er Jahre einen anderen Musikgeschmack mit sich, auf Festen wurde lieber ein DJ engagiert, volkstümliche Livemusik geriet immer mehr in den Hintergrund. Die Bauernkapelle hatte sich aus diesem Grund aufgelöst.
Der Musikgeschmack änderte sich, inzwischen ist nicht mehr der DJ oder die Rockband Garant für gute Stimmung bei Festen, sondern Polkas und Märsche wurden wieder gesellschaftsfähig. Für die engagierten Musiker des Orchesters Grund genug, die gut verstauten Noten wieder auszupacken, einen musikalischen Leiter zu bestimmen - den Baritonisten Arthur Grochowski, nebenbei auch noch Vize-Dirigent des Orchesters - und in kleiner Besetzung von 15 Musikern die alten Stücke neu erklingen zu lassen. Und natürlich auch aktuelle einzustudieren.
Der Premierenauftritt der Bauernkapelle war im Jahr 2009 bei der Generalversammlung des Städtischen Orchesters. Und der erste publikumswirksame Auftritt, nach einem Probelauf bei einem größeren Geburtstagsfest, war ein Weißwurstfrühstück in einer Albstädter Kneipe, wo die Bauern 2 Stunden zum Frühschoppen aufspielten.
Allerdings wollen die Bauern keine Bauernkapelle mehr sein, die alte Bezeichnung und damit der alte Name hat ausgedient.
Mit neuem Häs starten sie jetzt durch als "Luschtige Schwoba".