Viele Klangfarben spiegeln Passionszeit wider
Städtisches Orchester konzertiert in der Friedenskirche Höhepunkt: "Jesus Christ Superstar"
Die Friedenskirche ist für ihre ausgezeichnete Akustik bekannt, was das Auftaktstück des Jugendorchester mit fast 40 jungen Musikern gleich zum Ausdruck brachte. Ausdruckstark wurde "Celebration and Song" von Robert Sheldon präsentiert. Gegenteilig dazu das ruhige Werk "Pavane pour une infante defunte" von Maurice Ravel. Mit dem Auftaktstück und "Ceremony, Chant and Ritual" mit wuchtigem Beginn, ruhigem Mittelteil und dynamischen, kraftvollen Schlussteil fährt das Jugendorchester am 29. April zum Wertungsspiel nach Tübingen-Pfrondorf. Aus Sicht von Musikdirektor Mathias Mundl war dies sozusagen die Generalprobe. Der lange Applaus brachte zum Ausdruck, dass diese in jeglicher Hinsicht gelungen war. Als Dank servierte der Nachwuchs die Zugabe "The Saints in Rock".
Musiker haben viele Termine
Städtisches Orchester zieht Bilanz - Baldauf bleibt Vorsitzender
Wieder gewählt wurden für zwei weitere Jahre Ingrid Kobler als Organisationsleiter, Kerstin Metzler als Ausschussmitglied zur besonderen Verwendung sowie den Kassenprüfer Claus Schulz.
Ein Solitär in der Musikszene
Begeisterndes Konzert des Städtischen Orchesters in der Festhalle
Das gesamte Ensemble prägt das regionale Kulturleben entscheidend mit und wird auch über die Stadt- und Landesgrenze hinaus als hochkarätiger Klangkörper geschätzt. So wurde auch der in der Ebinger Festhalle gefeierte Orchester-Geburtstag zu einem musikalischen Hochgenuss, wobei anlassgerecht Tonschöpfungen von 1801 bis 2011 auf dem Programm standen. Dazu gehörten die von Johannes Brahms komponierte Nachtwache, der bekannte "Yorksche Marsch" von Ludwig van Beethoven sowie der klanggewaltige "Pilgerchor" aus der Oper "Tannhäuser" von Richard Wagner. Als Verneigung vor Wilhelm Langheinrich, der von 1948 bis 1974 Musikdirektor des Städtischen Orchesters Ebingen war, lässt sich die Interpretation des von ihm erdachten, außergewöhnlich klingenden Vorspiels zu einer Komödie werten.
Festlicher Rahmen: Städtisches Orchester Albstadt wählt Gotteshaus für sein Frühlingskonzert
Die Sonne strahlte bis zum Untergang durch die bunten Kirchenfenster und die "banklose" Friedenskirche bot einen perfekten und festlichen Rahmen für die gelungene Veranstaltung.
Bereits das erste Stück des Frühlingskonzerts, die "Festliche Ouvertüre" von Smetana, die anlässlich der Einweihung des Nationaltheaters in Prag komponiert wurde, begeisterte das Publikum. Beim "Concertstück für zwei Waldhörner und Blasorchester" von Adolph Henselt glänzten die Solisten Raphaela Schmoller und Raphael Manno an ihren Hörnern.
Als Ehrenvorsitzender an der Vereinsspitze
Baldauf leitet weiterhin Städtisches Orchester
Im Januar 2010 wurde mit 20 Nachwuchsmusikern begonnen, mittlerweile ist das Jugendorchester 28 Mitglieder stark, zeigte sich Jugendwartin Melanie Vosseler zufrieden. Allerdings sei das Miniorchester in den anderen Orchestern aufgegangen. Weniger glücklich zeigte sich Melanie Vosseler mit der Mitgliederwerbung. Man habe keine Jugendlichen gewonnen, bedauerte sie.
Grenzgänger mit Mut zu besonderen Klangwelten
Beim Herbstkonzert überzeugte das Städtische Orchester Albstadt
mit pfiffigen Ideen und einem breiten Repertoire
Es ist guter Brauch, die Jugend in das Konzertprogramm einzubeziehen. Einige Musiker des Jugendorchesters haben ihren Platz auch im großen Orchester. Die Leistung war auf entsprechend hohem Niveau. Dazu gehörte "Der Zauberlehrling" von Paul Dukas und "Sparkling-Drums" für Drum-Set und Orchester. Schon in densiebziger Jahren gewann das Drum bei Sinfonie- und Blasorchestern an Stellenwert. Faszinierend die junge Schlagzeugtruppe mit vier Spielern, im Fokus hier Solist Jonathan Dörrer. Der ruhigen Komposition "Air for Winds" folgte das schwere Stück aus der Filmmusik "Die Maske des Zorro". Der Nachwuchs meisterte die Herausforderung bestens und Musikdirektor Mathias Mundl war stolz auf die jungen Musiker. Die guten Leistungen sind mit ein Grund, dass die genannten Senta-Luise Betz, Manuel Dörrer, Priska Neumann, Olivia Schmidt, Sven Veeser und Lisa Scheidig heuer die D l-Prüfung ablegten und "sich Schritt für Schritt in Richtung großes Orchester begeben".Horst Schweizer


zur Fotogalerie vom Open Air am 18.07.2010 auf dem Mazmann-Festplatz

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Die Musiker haben einen vollen Terminkalender
Zahlreiche Konzertauftritte: Städtisches Orchester Albstadt zieht Bilanz -
Hauptversammlung mit Ehrungen und Wahlen
Musikdirektor Mathias Mundl zeigte sich mit der Entwicklung des Orchesters zufrieden. Dies spiegelt sich wider in den zahlreiche Veranstaltungen mit durchweg hohen musikalischen Ansprüchen. Er mahnte auch den Probenbesuch an. Um die positive künstlerische Entwicklung weiterzuführen, sei jeder Einzelne gefragt. OB Dr. Gneveckow zeigte sich erfreut über das große Engagement der Ensembles. Die Entlastung wurde einstimmig erteilt. Insgesamt acht aktive Mitglieder konnte Gustolf Kohler, der auch die Grüße vom Blasmusik Kreisverband überbrachte, für langjährige Mitgliedschaft ehren.Maximilian Bantle
Musikdirektor Mathias Mundl hatte damit einen Volltreffer gelandet, minutenlanger Beifall am Ende überschüttete das Orchester für eine Vorstellung in höchster Präzision. Er hatte einen Klangkörper vorbereitet und geschmiedet, welcher in jeglicher Hinsicht bestens und perfekt harmonierte.
Ihr schloss sich das Jugendorchester an mit einer kleinen Serenade von Johann Sebastian Bach, dem Großmeister des Barocks, dessen geistliche und weltliche Werke auch heute noch Herz und Seele ansprechen. Von Mathias Mundl geführt, waren die Mädchen und Jungen aufmerksam und voller Ernst dabei, um sich dann jedoch voller Rhythmik und Dynamik bei den Musikstücken "Air for Band" von Frank Erickson und "Canto a UNICEF" von Ferrer Feran dem modernen Sound zuzuwenden.
Insgesamt wurden 120 Proben abgehalten, dazu kamen 91 Auftritte der Ensembles. Einen ausführlichen Bericht gab Kassier Oskar Rühlemann ab. Rühlemann: "An den Ausgaben kann man nicht kürzen, doch durch verschiedene Einnahmequellen über die Musik, zum Beispiel durch weitere Auftritte, kann man mehr Geld in die Kasse bringen." Die Kassenprüfer Markus Ruf und Maximilian Bantle bescheinigten dem Kassier eine vorbildliche Kassenführung. Die Entlastung erfolgte einstimmig.
Eingestimmt wurde sanft mit "Morgenstimmung" aus "Peer Gynt" op. 46 von Edvard Grieg. Dem Städti-schen Orchester gelang meisterhaft, mit dieser Suite eindrucksvoll die bildhafte Vorstellung eines sonnenhellen skandinavischen Morgens zu vermitteln.
tritt regelmäßig bei Wertungsspielen in der Höchststufe an. Vor kurzem trat das Orchester beim Kreismusikfest in Weitingen zur Wertung an.
Selbstwahlstück "Suite from Hymn of the Highlands" an die Reihe. Dieses Stück forderte immer wieder Einzelleistungen von den Musikern, so besteht der zweite Satz aus einem Solo für drei Saxophone, die dezent vom Orchester begleitet werden.
Die Zeit bis zur Ergebnisbekanntgabe nutzte das Orchester, um am Massenchor in der Dorfmitte von Weitingen teilzunehmen und später den Festzug durch das Dorf tatkräftig mit Marschmusik zu unterstützen.von der Jugendmatinée am 20.04.08

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von der Generalversammlung am 22.01.08
VEREIN ⁄ Städtisches Orchester hat eine neue zweite Vorsitzende
Neue Wege führen zum Erfolg
"Musikalisch erfolgreiches Jahr" - Christine Mücke rückt für Bernd Vosseler nach
Bei der Generalversammlung des Städtischen Orchesters Albstadt gab der zweite Vorsitzende, Bernd Vosseler, sein Amt ab. Berufliche und private Gründe haben ihn zu diesem Schritt bewogen, erklärte Bernd Vosseler. Seine Nachfolgerin und damit auch neue geschäftsführende Vorsitzende ist Christine Mücke.
EBINGEN ♦ Dass Bernd Vosseler dem Städtischen Orchester weiterhin die Treue halten möchte, freute den Vorsitzenden Gerhard Baldauf bei allem Verständnis besonders. Baldauf hielt Rückschau auf ein "musikalisch tolles, erfolgreiches Jahr 2007" und erinnerte u.a. an die Sommer-Serenade, bei der drei Orchester musikalisch und organisatorisch "durch dick und dürn" gegangen seien, so Baldauf stolz.
Wie das Orchester habe auch das Projektorchester ein bisschen unter schwachem Probenbesuch gelitten, so Bernd Vosseler in seinem Rückblick. Dennoch und auch trotz der widrigen Witterungsverhältnisse sei die Sommer-Serenade ein großer Erfolg gewesen. Ein dickes Lob gab es von Vosseler für die musikalische Qualität im Orchester und bei der Jugend. Zur Nachwuchssicherung wurde 2007 wieder ein Miniorchester gegründet, das es zu pflegen gelte.
Nach dem Kassenbericht von Oskar Rühlemann, gegen den die Kassenprüfer Max Bantle und Rainer Benkler keine Einwände hatten, hob Jugendwart Norbert Hirt das Miniorchester als wichtige Institution
hervor. Denn dort werde aus dem Einzelkämpfer ein Teamplayer. Ab April wird das Miniorchester nach Ulrike Tsalos eine neue Leitung haben. Fürs derzeit 27-köpfige jugendorchester steht im April eine kleine Jugendmatinée auf dem Programm, außerdem eine Probenwoche im September im Kleinwalsertal. 2007 war der Musikernachwuchs beim Wertungsspiel erfolgreich, präsentierte sich beim Herbstkonzert und auf dem Ebinger Weibnachtsmarkt. Abschließend appellierte Norbert Hirt, die Werbetrommel für das Orchester zu rühren. Von einem "sehr arbeitsintensiven, aber erfolgreichen Jahr" sprach Dirigent Mathias Mundl. Er bedankte
sich bei den Musikern für den unermüdlichen Einsatz und die Bereitschaft, neue Wege zu gehen.
Die Entlastung, die einstimmig erfolgte, beantragte Gustolf Kohler vom Kreisverband. Die Wahlen brachten folgendes Ergebnis: Zweite Vorsitzende ist Christine Mücke, Organisationsleiterin Ingrid Kobler, Schriftführer Reinhard Weßner (für Kurt Meboldt) und Kassenprüfer Markus Ruf (für Rainer Benkler).
Gustolf Kohler oblag es, Mitglieder für langjährige Treue auszuzeichnen. Die bronzene Ehrennadel und einen Kinogutschein vom Verein erhielten Simone Endlichhofer und Carina Flad für zehnjährige Vereinstreue. Seit 50 Jahren dabei ist
Wolfgang Cyris. Er bekam die goldene Ehrennadel mit Diamant und eine Urkunde sowie Weinpräsente von Verband und Verein. Heidi Pietsch wurde von Bernd Vosseler für 25 Jahre mit einer Ehrenurkunde bedacht. Als Neuzugänge begrüßte Vosseler Sara Egger und Simone Daiggler-Sauter. Zu erfolgreichen D-Prüfungen gratulierte er Jonathan Dörrer (D-3), Christina Merz (D-2) sowie Carolin Adis und Theresa Baldauf (D-1). Die fleißigsten Pro benbesucher waren Desirée Brösamle, Catherine Gruat und Rudolf Kramer. Für besonderen Einsatz wurden Jonathan und Dieter Dörrer
mit Kinogutscheinen beschenkt.
BIANKAROITH
vom Herbstkonzert am 24.11. 2007 in der Ebinger Festhalle
Kultur / Herbstkonzert des Städtischen Orchesters -
Mini-Orchester besteht die Feuertaufe mit Bravour
Impressionen: In die Glitzerwelt des Broadway entführt
Begeistert und stürmisch war der Applaus für das Städtische Orchester Albstadt. Dieses wartete beim Herbstkonzert am Samstagabend, auch mit der Solistin Anne-Lisa Wiesinger, mit einer brillanten Leistung auf. Nicht nur den Aktiven gehörte die Anerkennung, das große Jugendorchester überzeugte ebenso.
EBINGEN▪ "Broadway Impressionen" - dieses Motto verpasste Musikdirektor Mathias Mundl dem diesjährigen Herbstkonzert. Eine etwas andere Richtung, er wollte damit die Besucher einer voll besetzten Festhalle in die Theateratmosphäre mitnehmen und einführen. Gelungen ist ihm dies auf bemerkenswerte Art, das Konzertprogramm ließ keine Wünsche offen. Allen voran die Freunde des Musicals erlebten einen Abend in höchster Vollendung. Passend zu der Mundl-Aussage "Musik ist keine Musik, wenn sie nicht in einem schwingt". Mini- und Jugendorchester, Big Band und das große Orchester zeigten die gesamte Bandbreite erfolgreicher musikalischer Arbeit beim Städtischen Orchester Albstadt eindrucksvoll auf.

Aufgeregt waren zwölf Minis, sie hatten ihre öffentliche Premiere. Seit einem knappen Jahr üben diese Kinder, vor sechs Monaten nahm sie Ulrike Tsalos unter ihre Fittiche. In dieser Zeit wurde gelernt, wie aus Einzelkämpfern eine Gruppe zusammen wächst, was musikalisch miteinander machbar ist. Kaum war der letzte Ton eines ihrer letzten Stücke, so auch "O du lieber Augustin", verklungen, wurden rasch und voller Eifer die Noten für das nächste Stück gesucht.
Alle Register besetzt sind im 30-köpfigen Jugendorchester, welches Musikdirektor Mathias Mundl leitet. Entsprechend groß die Auswahl der Literatur für diesen Klangkörper, welcher mit einer beeindruckenden musikalischen Leistung aufwartete. So mit "Movie Blockbusters", einem von Michael Brown arrangierten Werk bekannter Film- und Musicalmelodien. Gegensätzlich "Voices of the Sky" welches abwechslungsreich die unterschiedlichen Himmelsfarben und -stimmungen mit hellen und dunklen Momenten zum Ausdruck brachte. Den ebenso beeindruckend dargebotenen "Die Chroniken von Narnia" schloss sich die den Applaus belohnende Zugabe an. Ein Farbtupfer des Herbstkonzertes war der Auftritt der Big Band. Musikalisch wie mit der Solistin Anne-Lisa Wiesinger, welche in "It don't mean a thing" und "Fly me to the moon" ihre ersten beiden Auftritte hatte. Dem schloss sich "King of the Timbales" an.
Eindrucksvoll eröffnet wurde das Herbstkonzert vom Großen Orchester mit "Curtain up" und "König der Löwen" Dieses übernahm auch den Schlussteil, beginnend mit "Evita", der Musicalgeschichte über die argentinische Politikerin und Persönlichkeit Eva Duarte. Glänzend das Miteinander von Orchester und Solistin, welche auf dem Balkon der Festhalle "Don't cry for me Argentina" sang.
Im Mittelpunkt stand die 19-jährige Anne-Lisa Wiesinger, die erst seit wenigen Jahren Unterricht erhält, auch mit dem folgenden "Ich gehör nur mir" aus dem Musical Elisabeth. Begeistert der Applaus für den großartigen Vortrag. Das Orchester ließ das Musical "Oklahoma" folgen und schloss den langen, beeindruckenden Konzertabend mit "Broadway Impressionen" mit den Solisten Anja Endlichhofer, Klarinette, und Markus Ruf, Trompete. Den langen Applaus belohnten die Musiker mit weiteren Zugaben. HORST SCHWEIZER
von der Sommerserenade am 21.07. 2007 vor / in der Ebinger Festhalle
SOMMERSERENADE / Große Klänge, kleine Häppchen, flinker Ortswechsel
Grandioses Miteinander
Albstadts drei Höchststufenorchester in Harmonie vereint
Es war ein mutiges, ein großes Experiment: Die "Sommerserenade" vor der Ebinger Festhalle. Ein Kraftakt für alle. Doch er hat sich gelohnt. Große Klänge sorgten für einen unvergesslichen Abend.
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HOLGER MUCH
EBINGEN • Mit Klaus Doldingers "Das Boot" stach die Sommerserenade maritim dargeboten vom Städtischen Orchester Albstadt in See. Ein fulminanter Start für einen fulminanten, ereignisreichen Tag.
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KOMMENTAR |
SOMMERSERENADE / Leistung unter schwierigen Bedingungen |
Da capo, Albstadt |
HOLGER MUCH
Es war ein rauschender Abend. Dabei hatte der Tag nicht wirklich wie idealerweise erträumt begonnen. Düster-bedeckter Himmel, unangenehmer Wind. Nicht gerade Sommerserenaden-Wetter für ein Konzert im Freien. Und als es dann noch anfing zu regnen... spürte man ein allseitiges "Jetzt aber erst recht". Man packte die Regenponchos aus, die Musiker schleppten Ausstattung, Notenständer und Instrumente durch den Regen, bauten in der Festhalle alles in Windeseile wieder auf. Und so abgeschafft liefen sie dann zu Höchstleistung auf, gemeinsam verbunden mit der Unterstützung des gut gelaunten Publikums. Das war klasse, von beiden Seiten. Da capo, Albstadt.
vom Jugendwertungsspiel am 13.05.07 in Trochtelfingen-Steinhilben
von der Generalversammlung am 26.01.07
BILANZ / Lob für das Städtische Orchester - Gerhard Baldauf bleibt Vorsitzender
Ein wichtiges "kulturelles Rückgrat" der Stadt
Als ein "kulturelles Rückgrat" der Stadt bezeichnete Dirigent Mathias Mundl sein Städtisches Orchester Albstadt stolz. Dass dieser Stolz auch berechtigt ist, bestätigten ihm bei der Generalversammlung sämtliche Redner. Das Orchester habe im vergangenen Jahr sehr viel geleistet, so der Tenor.
E B l N G E N • Für Vorsitzenden Gerhard Baldauf gab es 2006 drei große Höhepunkte, an die er in seiner Begrüßung im Heilig-Kreuz-Saal erinnerte: das „Hupkonzert", das Musical „Freude" in Kooperation mit Schülerchören und der Musikschule und die Amsterdamreise. Außerdem erwähnte Baldauf das „exzellente
Kirchenkonzert" in der Martinskirche. "Es macht Spaß, Euch zu repräsentieren", lobte er das Orchester.
Dann war es am zweiten Vorsitzenden Bernd Vosseler, sich zu bedanken. Ein Geschenk gab es für Dirigent Mathias Mundl, denn ihm seien die Erfolge der Musiker zuzuschreiben, Außerdem dankte Vosseler dem Vorsitzenden Gerhard Baldauf, dessen Amt auch zur Wiederwahl stand, für seine ersten drei Jahre im Amt. Baldauf bringe sehr viel Ruhe in den Verein, so sein Lob. Das dritte Dankeschön galt der Stadt,
denn künftig darf das Städtische Orchester seinen Tanztee wieder in Eigenregie veranstalten.
über die Finanzen informierte
Oskar Rühlemann, dem Kassenprüfer Claus Schulz einwandfreie Arbeit bescheinigte. über die Aktivitäten
des Jugendorchesters berichtete für den verhinderten Jugendwart Norbert Hirt Jugendvertreterin Kerstin Metzler. Derzeit besteht das Nachwuchsorchester aus 26 Jugendlichen, 31 befinden sich in der
Ausbildung und 15 haben die D1-Prüfung bestanden. Ziel sei es, möglichst alle an die D1-oder höhere
Prüfungen heranzuführen. Die D1-Prüfung bestanden haben Denis Mayer, Pascal Winkler, Benedikt Bodmer, Manuel Häußler und Christina Merz, die D2-Prüfung erfolgreich abgelegt haben Tobias Brösamle, Desiree Brösamle, Jonathan Dörrer und die D3-Prüfung Meike Rola. Geschenke für nur eine Fehlprobe gab es für Tobias Brösamle, Rudolf Kramer und Steven Dos Santos.
Dirigent Mathias Mundl bedankte sich bei seinen Musikern für ein tolles Jahr 2006 und motivierte sie, gemeinsam und mit Begeisterung neue Wege zu gehen. Dazu gehöre neben der eigenen Motivation auch die Zusammenarbeit mit anderen Vereinen und anderen Musikern, um von ihnen zu lernen, so Mundl. Er forderte alle auf, die Musik als gemeinsames Erlebnis zu sehen und zeigte sich optimistisch, dass dies auch künftig gelingt.
Fürs Jahr 2007 steht eine große Sommerserenade, bei der die Kapellen aus Ebingen, Tailfmgen und Onstmettingen gemeinsam konzertieren. Die Entlastung, die einstimmig erfolgte, beantragte OB Dr. Jürgen Gneveckow.
"Sie haben ihren kulturellen Auftrag mit Fleiß, Elan und Können erfüllt", so Gneveckow anerkennend. Er lobte das rege Vereinsleben und den hohen musikalischen Standard des Orchesters, das ein „wichtiger Kul-
turträger der Stadt" sei. Ein Grußwort sprach auch Hausherr Geistlicher Rat Karl Duttlinger,
bevor Heiko Peter Meile, Geschäftsführer des Blasmusikkreisverbands Zollernalb das Wort ergriff. „Welche
Stadt darf sich rühmen, gleich drei Orchester in der Höchstklasse zu haben", lobte er und bedankte sich bei der Stadt für die große Unterstützung der Albstädter Kapellen. Nach Ehrungen für Vereinstreue, der Be
grüßung der 13 Neuzugänge sowie Ehrungen für fleißigen Probenbesuch und besonderen Einsatz schritt man zu den Wahlen:
Vorsitzender
bleibt Gerhard Baldauf, Noten- und Instrumentenwartin Heidi Pietsch, Organisationsleiterin Christine Mücke, Mitglied zur besonderen Verwendung Peter Kuck, Jugendvertreterin Kerstin Metzler, neuer Kassenprüfer ist für Claus Schulz nun Maximilian Bantle. BIANKAROITH
Über das Herbstkonzert am 25.11.06
MUSIK/ Stimmig und breitgefächert: Herbstkonzert des Städtischen Orchesters Albstadt
Bekanntes neu dargeboten: Ein Leckerbissen für Musikfreunde
Mit langem Applaus und großer Begeisterung wurde der Auftritt des Städtischen Orchester Albstadt belohnt. Das Herbstkonzert der 60 Aktiven mit Leiter Mathias Mundl war eine meisterhafte, breitgefächerte musikalische Darbietung. Auch das Jugendorchester wusste zu gefallen.
EBINGEN • "Gehörtes verändem" unter diesem Motto hatte das Städtische Orchester Albstadt zum Herbstkonzert eingeladen. Dieses war gut besucht, die Festhalle aber nicht ganz ausverkauft. Durch die Zusammenstellung verschiedener Kompositionen beleuchtete das Orchester die Thematik aus unterschiedlichen Perspektiven. So mit Variationen bekannter Melodien volksmusikalischen Klängen und bekannten Motiven.
Mit dem Glockenspiel des Big Ben in London wurde das Herbstkonzert eingeläutet, welches als Grundmotiv neben fanfarenartigem Akkordschema bestimmend war im "A Festival Anthem". Schon in diesem Auftaktstück mit höchsten Anforderungen stellte das Orchester seine Klasse eindrucksvoll unter Beweis. Musikdirektor Mathias Mundl führte in bewährter Manier durch das Konzertprogramm. Dieses würdigte auf besondere Weise
Mozart in dessen Geburtsjahr, dazu ließ er sich etwas ganz besonderes einfallen. So mit den Variationen Max Regers, bearbeitet für großes Blasorchester von Dr. Bastiaan Blomhert. Bei diesem holländischen Musikwissenschafftler war das Städtische Orchester im Rahmen seiner Konzertreise vor kurzem zu Gast, hat einen Tag das "sehr beeindruckende Stück", so Mathias Mundl, mit dem 62-Jährigen eingeübt. Dieser war eigens zum Herbstkonzert angereist, kam spontan nach bestens gelungener Highlight-Erstaufführung zur Bühne, gratulierte Mundl und einigen Musikern persönlich für deren Leistung. Geduld und Ausdauer hatten sich gelohnt für solch eigenwillige Komposition. Bestehend aus acht unterschiedlichen, vereinzelt wiederholenden Elementen, aus welchen der musikalische Leiter erläuternde Hörbeispiele vorab herausgenommen hatte.
Im Anschluss nahmen die 60 Aktiven ihre Besucher mit nach Armenien. Die gleichnamigen Tänze von Alfred Reed waren Lieder in neuem Gewand, über Generationen weitergegeben. Begeistert und mit langanhaltendem Beifall wurde das Orchester in die Pause verabschiedet.
Den zweiten Teil eröffnete mit "Beach Boys on Stage" das Jugendorchester, in welchem einige Jungmusiker ihre Premiere feierten. Der "Yorkshire Ballade." folgte Michael Browns "Highlights from Shrek 2". Als Zugabe präsentierte der sich auf beachtlichem Niveau befindende Nachwuchs "Swinging". Die Vielseltigkeit der Musik bestimmte auch den zweiten Konzertteil. Vor allem in dem der"Rhapsodie provencale" von Kees Vlak folgenden "Sandpaper Concerto" von Norman Taylor. Die beiden Schlagzeuger Jonathan Dörrer und Pascal Winkler machten deutlich, dass Schmirgelpapier und Tupper-Schüssel musikalische Begleiter sein können. Im Fokus des hervorragend dargebotenen Band Fever" von Otto M. Schwarz standen Wolfgang Lederer als Alt-Saxophon- und Tobias Oßwald als Flügelhornsollst.
Das Orchester belohnte den langen Schlussapplaus mit zwei Zugaben, so auch mit dem Bon-Jovi-Hit
"It's my life". HORST SCHWEIZER
Über das Kirchenkonzert am 02.07.06
BENEFIZKONZERT / Städtisches Orchester überzeugt mit Spielfreude in der Martinskirche
Klangvolle Instrumentalmusik für guten Zweck
Im Rahmen der Veranstaltungen zum 100-jährigen Bestehen der Ebinger Martinskirche gab das Städtische Orchester Albstadt ein Benefizkonzert. Der Erlös kommt den sozialen Projekten zugute, die im Jubiläumsjahr gefördert werden.
EBINGEN • Mit dem eindrucksvollen Musikstück „Jubilee Overture"
vom Engländer Philip Sparke eröffneten die rund fünfzig Musiker das
Kirchenkonzert. Dirigent Mathias
Mundl führte seine Aktiven sicher
durch das lebhafte Allegro mit vielen
Taktwechseln, hob die Blechbläserfanfaren hervor und übernahm die virtuosen rhythmischen Wendungen des Werkes für sinfonische Blasorchester.
Der Holländer Jan de Haan zeichnete sich für „Inspiration" verantwortlich, einer kontrastreichen
Komposition, das mit einem glänzenden Fortissimo endet und von
einem Trompetensolo von der Empore aus mit begleitet wurde. Eindrucksvoll vermittelte das Höchststufenorchester in „Suite" die Eleganz und den Stil des 17. Jahrhunderts. Dabei erweckten die Klarinetten die Klänge von zarten Violinen. Das längste Stück forderte auch gleichzeitig die ganze
Konzentration und das spielerische Können der Musiker.
In „Et in terra pax", ein Plädoyer für den Frieden, macht der Komponist Jan van der Roost von der gesamten Skala an Klangfarben und Gefühlsempfindungen Gebrauch
und dies nicht nur in Klängen, sondern auch mit Worten. Das Gedicht von Antoine de Saint-Exupery „Der
Friede ist wie ein Baum" ist in das musikalische Werk mit eingebunden und wurde von Melanie Vosseler vorgetragen.
Mehr Zuhörer verdient
Traditionelles gab es mit „Swing
low, sweet Chariot" einem Spiritual.
„Choral Music" beinhaltete eine rasante und temporeiche Eröffnungspassage, erst danach erklang die
Choralmelodie in ihrer ursprünglichen Form. Mit dem Präludium und Choral „Nun danket alle Gott"
schloss das Orchester unter der Leitung des erst 33-jährigen Musikdirektors Mathias Mundl, der, wie es
bei keinem Konzert anders sein darf,
als Zugabe noch „Amen" musikalisch servierte. Der angemessene lang anhaltende Applaus war gleichzeitig Lohn für eine intensive Probenarbeit und einer Stunde voller
anspruchsvoller sinfonischer Blasmusik. Auf jeden Fall hätte das Kirchenkonzert mehr Zuhörer verdient
gehabt, nach dem es immerhin am Tag ohne WM-Fussball stattfand. THOMAS BOLKART
Über das Herbstkonzert am 19.11.05
Über das Wertungsspiel am 02.07.05 in Kornwestheim
VEREIN / Städtisches Orchester beim Wertungsspiel |
Auf der höchsten Stufe |
Das Städtische Orchester Albstadt hat "mit sehr gutem Erfolg" am Wertungsspiel in Kornwestheim teilgenommen und hat sich damit in der oberen Hälfte der Höchststufe etabliert. Dabei kam das Orchester zu fast hundert Prozent ohne Aushilfen aus. EBINGEN "Sie haben ein sehr gutes Höchststufenorchester", so die ersten Worte von einem der drei Wertungsrichter beim Jurorengespräch im Kulturhaus in Kornwestheim. Vorausgegangen war der fast fehlerfreie und ausdrucksstarke Vortrag des Selbstwahlstückes "Festive Overture" von Dmitri Shostakovich sowie des Wahlpflichtstückes "Cinemascope" von Herbert Marinkovits. Vor allem Letzteres, mit seinen sechs gegensätzlich abstrahierten Filmszenen, seiner Vielzahl von solistischen Passagen und mit seiner ausgefallenen Instrumentation, löste beim Publikum Begeisterung und bei der Jury um Landesblasmusikdirektor Franz Barthold Hochachtung aus. |
Fagott und Kontrabass waren besetzt. Im Bereich der Percussion - von den 51 Musikern waren alleine sieben Schlagzeuger und Percussionisten am Start - war von den Pauken über das Marimbaphon bis hin zu den Röhrenglocken alles vertreten. Laut Pressemitteilung des Vereins "ein nicht zu übersehender Erfolg" von Musikdirektor Mathias Mundl, selbst Diplomschlagzeuger und Lehrer an der Musik- und Kunstschule Albstadt. INFO Mehr Infos über das Städtische Orchester, über Ausbildungsmöglichkeiten, Zusammensetzung und Formationen sind auf der Homepage des Vereins zu finden (www.staedtisches- orchester-albstadt.de). |
Über das Kirchenkonzert am 14.03.05
KONZERT / Städtisches Orchester überzeugt
Ausrufezeichen gesetzt
Ein fulminantes Konzert präsentierte das Städtische Orchester Albstadt in der Friedenskirche. Mit dem ambitionierten Programm wussten die Musiker ebenso zu überzeugen wie mit der Ausführung.
E B l N G E N •
Nachdem das Jugendorchester sich mit drei Stücken vorgestellt hatte, setzte das Erwachsenen-Ensemble gleich ein Ausrufezeichen. Die Festliche Ouvertüre von Dmitri Schostakowitsch ist mit ihren wechselvollen Klangfarben eine Herausforderung für jedes Blasorchester, und die Albstädter bestanden mit Bravour.
Desgleichen beim besinnlichen "Ave Maria" von Franz Biebl. Den Höhepunkt fand das Programm aber mit "Crown of Thorns" von Julie Giroux. Die Programmmusik zur Passionsgeschichte ist ein monumentales Werk, bei dem man deutlich die Lehrer der Komponistin heraushört: John Williams verdankt sie das wohl dosierte Pathos, dem jüngst verstorbenen Jerry Goldsmith den treibenden Einsatz des Orff-Instrumentariums. Wer dabei an Hollywood dachte, lag richtig: Julie Giroux wie ihre Vorbilder gehören
zu den renommiertesten Filmmusik-Komponisten.
Auch hier bestach das Städtische Orchester unter der Leitung von Musikdirektor Mathias Mundl durch eine reife Leistung, die von gründlicher Probenarbeit und Begeisterung zeugte. Selbst als sich Erwachsenen- und Jugendorchester am Ende zu einem Satz aus dem Requiem von Andrew Lloyd Webber zusammenfanden, ging das Zusammenspiel nicht verloren.
Zwischen den Stücken zeigten verschiedene Ensembles des Städtischen Orchesters ihr Können. Den Auftakt markierten die Blechbläser mit fanfarenartigen Klängen, das Flöten-Ensemble erhielt nach dem ersten Satz eines Telemann-Konzerts verdienten Szenenapplaus. Frappierend gut waren die Saxophone. In ihrem modernen Repertoire offenbarten sie ein spielerisches Niveau, wie man es sonst bei den Profis suchen muss.
Die bis auf den letzten Platz besetzte Friedenskirche erlebte ein großes Konzert. Dabei überzeugte neben der Qualität auch die Musikauswahl des Städtischen Orchesters. Nur die Ensembles griffen auf Bewährtes aus früheren Epochen zurück. Der Mut, das komplette restliche Programm mit modernen Kompositionen zu gestalten, verdient Respekt. BORIS RETZLAFF
vom Märchenspiel am 20.12.04
Peter und der Wolf: Instrumente durften auch ausprobiert werden
ALBSTADT • Ein schöner Tag, Peter
geht auf die grüne Wiese und wird in einer
kurzen Geschichte der Held des Tages. Peter hat den bösen Wolf gefangen und bringt
ihn schlussendlich in einem Triumphzug in
den Zoo. über 200 Kinder und Eltern verfolgten vergangenen Freitag das bekannte
musikalische Märchen von "Peter und der
Wolf". Die Kleinen verfolgten gebannt die
Aufführung des Städtischen Orchesters,
während Beate Hofmann sprach. Querflöten, Pauken, Klarinetten - hinterher durften
die Instrumente nach Herzenslust ausprobiert werden, was den kleinen Gästen sichtlich Spaß machte. Schauplatz des Spektakels: die Albstädter Friedenskirche. Die
Klasse 2A der Kirchgrabenschule und junge
Künstler der Musik- und Kunstschule halfen
tatkräftig mit: Der Raum war verziert mit
selbst gemalten Bildern des Märchens und
es gab Saftpunsch und Weihnachtsgebäck.
TEXT/FOTO: STEFAN REDEL
vom Herbstkonzert am 20.11.04
KONZERT / Städtisches Orchester brilliert vor fast ausverkauftem Haus.
Von Höllenhunden und Hobbits
„Von Mythen und Märchen" erzählte das symphonische Blasorchester aus Ebingen in der Festhalle. Ein facettenreiches Thema, von Mathias
Mundl zusammengestellt und von 54 Musikern des Städtischen Orchesters musikalisch perfekt umgesetzt.
EBINGEN • Harmonie herrscht nicht nur zwischen den einzelnen Musikern und Registern, sondern auch zwischen Dirigent Mathias Mundl und dem gesamten Orchester, das seit Beginn diesen Jahresunter seiner Stabführung probt und musiziert.
Die Musiker reagieren sensibel auf ihren ausdruckstarken Dingenten, sowohl bei ruhigen Themen als auch bei furiosen, aggressiven Passagen. Gerade von diesem Gegensatz lebte das erste Stück des Abends, „Gandalf", der erste Satz aus der Symphonie Nr. l „Der Herr der Ringe". Ein würdevolles Thema stellt darin die weise Persönlichkeit Gandalfs dar, ein Allegro Vivace den verwegenen Ritt auf dessen Pferd Schattenfell. „Gandalf bildete gemeinsam mit „Hobbits", dem fünften Satz, die Klammer um das Konzertprogramm. De Meij beschreibt hier die optimistischen „Hobbits" mit einem fröhlichen Volkstanz. Gleichzeitig signalisiert Mundl dem Publikum mit dem Abschlussstück die fröhliche Haltung des modern wirkenden Städtischen Orchesters.
Genau diesen Eindruck hinterließ auch das Jugendorchester, das nicht
am Anfang des Konzerts auftrat, sondern umrahmt von ihren Vorbildern. Sie fielen nicht ab, sondern auf, durch ausgezeichnete Harmonie und ein bereits beachtliches musikalisches Niveau. Das Jugendorchester stand ebenfalls unter der Leitung des 31-jährigen Diplomdirigenten Mundl, direkt nach dessen Nachweis, auch das klassische Schlagzeug bis zur Perfektion studiert zu haben.
Bei „Mytho-Logica" von Karl-Heinz Köper beeindruckte Mundl als Solopaukist gemeinsam mit dem Städtischen Orchester, dirigiert von
Vizedirigent Arthur Grochowski. Die anspruchsvolle Literatur handelt von „Ceberus", dem Höllenhund, vom Reich der Schatten „Orcus" und vom obersten Gott „Jupiter". Die Brücke zwischen „Gandalf und „Mytho-Logica" bildete Wittrocks „Lord Tullamore". Wittrock beschreibt sein Werk so: „Aufreizende, herausfordernde und inspirierende irische Volksmusik", und genau in diesem Sinne füllte das Städtische Orchester die typisch irischen Zwölfachteltakte mit Leben.
Als besonders herausragend darf die Aufführung Prokofjews „Peter und der Wolf bezeichnet werden. Beate Hofmann-Mundl, Sopranistin und Stimmbildnerin, führte als Sprecherin das Orchester durch die vielen solistischen Passagen des musikalischen Märchens. Der fast dreißigminütige Vortrag erforderte höchste Konzentration und wurde mit lang anhaltendem Beifall belohnt. „Sie bekommen keine Zugabe" kommentierte Moderator Bernhard Schelb den Applaus des Publikums am Ende des Konzerts, „Sie bekommen zwei". Mit dem Konzertmarsch „Per aspera ad astra" und dem „Abendsegen" aus der Kinderoper „Hänsel und Gretel" hielt der auch von seinen Musikern gefeierte Mathias Mundl selbst mit den Zugaben am roten Faden „von Mythen und Märchen" fest.
INFO
Speziell für Kinder wird „Peter und der Wolf" am 17. Dezember um 18 Uhr in der Friedenskirche nochmals aufgeführt, diesmal unter der Mitwirkung der Kirchgrabenschule und der Musik- und Kunstschule Albstadt.
vom Kirchenkonzert am 04.04.04
KIRCHENKONZERT / Städtisches Orchester Albstadt
Gelungener Einstand des „Neuen"
Am Sonntag fand das erste Konzert des Städtischen Orchesters Albstadt unter der
Leitung von Mathias Mundl statt.
In St. Josef traf der „Neue" in Ebingen auf einen
alten Bekannten: Dekan Klink hatte ihm in der Grundschule schon Religionsunterricht gegeben.
EBINGEN • Deshalb fühlte sich Mundl auch "wie daheim" und legte ein anspruchsvolles, aber auch gefälliges Konzertprogramm vor. Sowohl das Große Orchester als auch das Jugendorchester hatten sich intensiv vorbereitet.
Letzteres begann mit zwei Sätzen aus der barocken Tanz-Suite von Händel, in deren zweitem Satz vor allem die Trompeterinnen Meike Rola und Elisabeth Merz auf sich aufmerksam machten. Darauf folgte eine Originalkomposition für sinfonisches Blasorchester von Well. Den Jugendlichen machte "Eurock" sichtlich selber Spaß.
Das Große Orchester begann mit dem "Panis Angelicus" von Frank.
Mit dem dritten Satz der. "Sinfonia Hungarica" kam der Höhepunkt des
Konzerts. Komponiert zum 100. Jubiläum Ungarns, erzählt "Istvan" die
Geschichte Stefans l., der das Christentum nach Ungarn brachte. Das Orchester meisterte dieses anspruchsvolle Stück bravourös. Spontaner Applaus erlöste von der Spannung, die Dirigent und Orchester aufgebaut hatten.
Ein Blechbläserensemble bezog die Zuhörer mit der "Großen Prozessionshymne
über Lobe den Herren" mit ein: die fast voll besetzte Kirche sang vier Strophen nach einer klangvollen
Einleitung mit.
Bei "Celtic Flutes"
begeisterten die Solistinnen Claudia Hahnel und Daniela Häußler.
In den Mittelpunkt von "Choral Music" setzte Jacob de Haan den Choral "Sollt' ich meinem Gott nicht singen", welcher nach einer furiosen Einleitung erstrahlte. Prätentiös
herausgearbeitet die Toccata, der Schluss dieses Werkes.
Was könnte besser passen, als ein Kirchenkonzert mit "Amen" zu beenden? "So sei es" sagt uns Pavel Stanek, indem er zwei Melodien, von verschiedenen Registern vorgestellt, am Schluss ineinander verwebt.
Nach langanhaltendem Applaus gab es die geforderte Zugabe: Der Saxophonsatz setzte, begleitet
vom Orchester, einen Gospel Schlusspunkt.
Ein äußerst gelungener Konzertabend war zu Ende, hervorragend vorbereitet und vielen Geschmäckern Rechnung tragend.
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