Städtisches Orchester Albstadt



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von der Marktmusik des Klariensembles am 12.05.2012 in der Kapellkirche

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vom Kirchenkonzert am 17.03.2012 in der Friedenskirche

Viele Klangfarben spiegeln Passionszeit wider
Städtisches Orchester konzertiert in der Friedenskirche Höhepunkt: "Jesus Christ Superstar"

Das Städtische Orchester Albstadt brillierte beim Frühlingskonzert in der Friedenskirche auf höchstem Niveau. Minutenlanger Applaus war anerkennender Lohn. Auch das Jugendorchester überzeugte.

Ebingen.
Im Vorjahr gab es erstmals dieses Konzert im Gotteshaus. Pfarrerin Ilze Druvina meinte eingangs, dass man mit dieser Musik Menschen erfreuen könne. In der Passionszeit mit Aufbruchstimmung sei überall etwas in Bewegung. Musik sei ein Ausdruck der Freude, die zum Lobe Gottes gespielt werde.

Bild vergrößern Die Friedenskirche ist für ihre ausgezeichnete Akustik bekannt, was das Auftaktstück des Jugendorchester mit fast 40 jungen Musikern gleich zum Ausdruck brachte. Ausdruckstark wurde "Celebration and Song" von Robert Sheldon präsentiert. Gegenteilig dazu das ruhige Werk "Pavane pour une infante defunte" von Maurice Ravel. Mit dem Auftaktstück und "Ceremony, Chant and Ritual" mit wuchtigem Beginn, ruhigem Mittelteil und dynamischen, kraftvollen Schlussteil fährt das Jugendorchester am 29. April zum Wertungsspiel nach Tübingen-Pfrondorf. Aus Sicht von Musikdirektor Mathias Mundl war dies sozusagen die Generalprobe. Der lange Applaus brachte zum Ausdruck, dass diese in jeglicher Hinsicht gelungen war. Als Dank servierte der Nachwuchs die Zugabe "The Saints in Rock".

Mathias Mundl  -  "wir sind glücklich, einmal im Jahr ein Konzert in der Friedenskirche durchzuführen" meinte, es wäre in der Passionszeit nicht ganz einfach ein entsprechendes Programm zu gestalten. In höchster Präzision und äußerst ausdrucksstark setzte das Große Orchester mit dem "Slawischer Tanz Nr. 8" von Antonin Dvorak gleich einen Glanzpunkt. Das klassische "Concertino Classico für Flöte und Orchester" schloss sich an. In drei Sätzen schnell, langsam, schneller standen die Flöten-Solistinnen Claudia Dronka, Stefanie Hirt und Aylin Schäfer im Focus, bekamen als Lohn Blumen überreicht.

Höhepunkt des Frühlingskonzertes war die Rockoper "Jesus Christ Superstar" als Collection von Andrew Lloyd-Webber. In diesem höchst anspruchsvollen musikalischen Werk über 20 Minuten, in welchem die letzten sieben Tage im Leben Jesus Christus erzählt werden, überzeugte das Orchester mit seinem großen Klangkörper in höchster Perfektion.

Ganz andere Klangfarben malten die Musiker mit dem sehr ruhigen Werk "Ante Lucem" oder "Vor dem Tag" des österreichischen Komponisten Thomas Doss. Im dunklen Gotteshaus brannten Kerzen, leuchteten nur die Lämpchen an den Notenständern der Musiker, ein Zeichen der Passionszeit. Die Musiker wurden mit Applaus überschüttet, sie belohnten diesen mit der Zugabe aus "Carmina Burana". Horst Schweizer

von der Generalversammlung am 20.01.2012 in der Friedenskirche

Musiker haben viele Termine
Städtisches Orchester zieht Bilanz - Baldauf bleibt Vorsitzender

Gerhard Baldauf bleibt Vorsitzender des Städtischen Orchesters Albstadt. Bei der Generalversammlung wählten ihn die Mitglieder einstimmig für weitere drei Jahre. Positiv fiel das Fazit für das Jahr 2011 aus.

Ebingen.
Ehe es zu der turnusgemäßen Wahl der Vorstandsmitglieder kam, wurde die Entlastung der Führungsriege durch Wilfried Schick beantragt und durch die Mitglieder einstimmig erteilt. Bild vergrößern Wieder gewählt wurden für zwei weitere Jahre Ingrid Kobler als Organisationsleiter, Kerstin Metzler als Ausschussmitglied zur besonderen Verwendung sowie den Kassenprüfer Claus Schulz.
   Der Mitgliederstand des Albstädter Orchesters entwickelte sich zum Positiven: Bei zwei Abgängen konnten acht neue Aktive gewonnen werden, so dass im Ganzen 50 Musiker dabei sind. Auch die Statistik kann sich sehen lassen: 88 Proben und 56 Auftritte absolvierten die Musiker.
    Der Berichterstattung der zweiten Vorsitzenden Christine Mücke zufolge, gehörten zu den Höhepunkten des vergangenen Jahres das Frühlingskonzert und das Jubiläumskonzert anlässlich des 210-jährigen Vereinsbestehens. Mit eingebunden in die musikalischen, facettenreichen Streifzüge waren neben dem Großen Orchester, das Jugendorchester, das Saxophonensemble, die Big Band, die "Schwoba",  Ensembles und das Blechtett.
    Einen ausführlichen Kassenbericht legte Markus Ruf ab. In der Gegenüberstellung der Einnahmen und Ausgaben halten sich die Finanzen im Jahresabschluss die Waage. Sorgen bereitet dem Kassier der rückläufige Trend der passiven Mitglieder, die er mit 29 bezifferte. Die Kassenrevisoren bestätigten die Arbeit.
    Über den Zuwachs der Mitglieder im Jugendbereich auf 31 Musiker berichtete Jugendleiterin Melanie Vosseler. Dadurch konnte neben dem Jugendorchester ein Miniorchester gegründet werden. Die Dl-Prüfung legten Theresa Schrenk, Luwam Tedros, Finn Wiebe, Julia Haller, Karolina Pietrzykowska, Anne-Sophie Vetter, Nicole Seiffert und Elisabeth Scharkin ab. Anna-Lena Dörrer, Nicole Roos, Rhea Klauth, Manuel Dörrer und Sara Egger bestanden die D2-Prüfung.
    Dirigent Matthias Mundl bedankte sich für die gute Zusammenarbeit, die den Charakter des Städtischen Orchesters präge. Auf das Orchester übertragen, könne man sich als musikalischer "Botschafter in Albstadt" verstehen.
    Vorsitzender Baldauf nahm die Ehrungen aktiver Mitglieder vor. Er zeichnete Anna Altenburger, Stefanie Hirt und Kerstin Metzler mit einer Urkunde für 10 Jahre aus. Für 20 Jahre wurde Markus Grotz geehrt. Eine Ehrung für besonderen Einsatz im Jugendbereich erhielt Ailyn Schäfer. Nach 25-jähriger aktiver Mitgliedschaft wurde Bernd Vosseler zum Ehrenmitglied ernannt.
    Gustav Kaul

vom Jugendorchester am 25. und 26.12.2011 Augustenhilfe Ebingen

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vom Jubiläumskonzert am 19.11.2011 in der Ebinger Festhalle

Ein Solitär in der Musikszene
Begeisterndes Konzert des Städtischen Orchesters in der Festhalle

Das Herbstkonzert gehört längst zur Tradition. Doch in diesem Jahr stand der 210-jährige Geburtstag des Städtischen Orchesters im Blickpunkt. Die Musiker präsentierten sich in Höchstform.

Ebingen.In der Stadtchronik vom 26. Mai 1801 wird eine Bläsergruppe erwähnt, die mit einer "Lob- und Dank-Musik" am Oberen Stadttor ein Friedensfest krönte. Daraus entwickelte sich eine "Musik-Gesellschaft". Am 1. August 1888 übernahm dann der erste städtische Musikdirektor die Leitung einer 18 Mitglieder zählenden Kapelle. Inzwischen steht als zehnter Dirigent Mathias Mundl dem Städtischen Orchester mit 50 Mitgliedern vor, das sich in die Formationen Großes Blasorchester, Blechbläsergruppe, Big Band und Jugendorchester gliedert. Hinzugesellt haben sich vor kurzem unter der Leitung von Arthur Grochowski die "Luschtige Schwoba".
Bild vergrößern Das gesamte Ensemble prägt das regionale Kulturleben entscheidend mit und wird auch über die Stadt- und Landesgrenze hinaus als hochkarätiger Klangkörper geschätzt. So wurde auch der in der Ebinger Festhalle gefeierte Orchester-Geburtstag zu einem musikalischen Hochgenuss, wobei anlassgerecht Tonschöpfungen von 1801 bis 2011 auf dem Programm standen. Dazu gehörten die von Johannes Brahms komponierte Nachtwache, der bekannte "Yorksche Marsch" von Ludwig van Beethoven sowie der klanggewaltige "Pilgerchor" aus der Oper "Tannhäuser" von Richard Wagner. Als Verneigung vor Wilhelm Langheinrich, der von 1948 bis 1974 Musikdirektor des Städtischen Orchesters Ebingen war, lässt sich die Interpretation des von ihm erdachten, außergewöhnlich klingenden Vorspiels zu einer Komödie werten.
Bei den "Luschtigen Schwoba" sprang der Begeisterungsfunke dann endgültig auf das Publikum über, und so mancher klopfte den Polka-Takt mit. In seinem Jubiläumsgrußwort stellte Oberbürgermeister Dr. Jürgen Gneveckow diese Vielseitigkeit besonders heraus: "Albstadt besitzt eine hochwertige Musikszene. Das Städtische Orchester ist darunter ein Solitär." Ein großes Lob gelte der Nachwuchsförderung. Dass sich das Jugendorchester dabei auf dem rechten Weg befindet, bewies es mit der brillanten Darbietung der Peer Gynt-Suite von Edvard Grieg, ebenso mit der Tonschöpfung "Snakes" von Thomas C. Duffy, bei der Pythons, Kobras und Klapperschlangen über den Bühnenboden zischelten. Für das nur mit den Händen inszenierte "Klatsch-konzert" gab es tosenden Beifall: der Rhythmik wegen oder der sich bietenden Möglichkeit, in Zeiten knapper Stadtkassen Konzerte ohne Instrumente zu veranstalten... Mit der raumgreifenden "Celebration" von Philipp Sparke und einem imaginären musikalischen Bummel über eine Großstadtstraße fand das Herbstkonzert seinen Abschluss, bevor die Big Band zur Jubiläumsparty einlud. Musikdirektor Mathias Mundl strahlte. Souverän hatte er "seine" Musiker geleitet und zudem charmant durch das Programm geführt, belohnt durch den Beifall des begeisterten Publikums.
    Monika Brauner-Noak

vom Frühjahrskonzert am 28.05.2011 in der Friedenskirche

Festlicher Rahmen: Städtisches Orchester Albstadt wählt Gotteshaus für sein Frühlingskonzert

Das Städtische Orchester Albstadt hatte in die Friedenskirche zum Frühlingskonzert geladen. Vor voll besetzten Rängen präsentierten das Jugend-und das große Orchester unter Leitung von Mathias Mundl eine große Bandbreite an musikalischen Arrangements.
Ebingen.
"Kein Kirchenkonzert, sondern ein Konzert in der Kirche werde nun vorgetragen!" - mit diesen Worten begrüßte Kirchengemeinderat Dieter Dörrer das gespannte Publikum. In der Bibel würden leider nur wenige Instrumente wie Pauken und Trompeten oder Posaunen erwähnt; glücklicherweise gab es an diesem Abend eine weit größere Auswahl, die zu einem imposanten Gesamt-Klangkörper verschmolz.
Bild vergrößern Die Sonne strahlte bis zum Untergang durch die bunten Kirchenfenster und die "banklose" Friedenskirche bot einen perfekten und festlichen Rahmen für die gelungene Veranstaltung. Bereits das erste Stück des Frühlingskonzerts, die "Festliche Ouvertüre" von Smetana, die anlässlich der Einweihung des Nationaltheaters in Prag komponiert wurde, begeisterte das Publikum. Beim "Concertstück für zwei Waldhörner und Blasorchester" von Adolph Henselt glänzten die Solisten Raphaela Schmoller und Raphael Manno an ihren Hörnern.
Danach demonstrierte das Jugendorchester mit ganz unterschiedlichen Stücken seine Viel-seitigkeit und den guten Ausbildungsstand. Mit der "Western Suite" kam eine gewisse Lagerfeuer Romantik in die würdigen Mauern der Friedenskirche. Die bekannten Melodien aus der "West Side Story" berührten die Zuhörer. Begeisterung löste das flotte Medley "Disco Lives" aus, in dem unsterbliche Disco-Klassikerwie "Stayingalive", "I will survive" oder "YMCA" präsentiert wurden.
Ein weiterer Höhepunkt des Großen Orchesters war die "Candide Suite" von Leonard Bernstein, in der sich ruhige mit bewegten Momenten abwechselten und die Zuhörer immer wieder aufs Neue überraschten. Mit besonderem Applaus wurde das Arrangement "In the Miller Mood" belohnt, in dem das Große Orchester im Big Band Sound in die Swinging Fifties entführte. Musikdirektor Mundl moderierte gekonnt launig durch den Abend und lieferte immer wieder Hintergrundwissen zu den einzelnen Stücken.


Sabine Merz

von der Generalversammlung am 29.01.2011 in der Friedenskirche

Als Ehrenvorsitzender an der Vereinsspitze
Baldauf leitet weiterhin Städtisches Orchester

Gerhard Baldauf bleibt ein weiteres Jahr Vorsitzender des Städtischen Orchesters. Bei der Hauptversammlung fand sich kein Nachfolger. Er selbst wurde zudem zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Ebingen.
Statt Rückschau kam die zweite Vorsitzende Christine Mücke auf Schwachstellen zu sprechen. Sie bedauerte, dass es mittlerweile keine Friedhofsmusik mehr gebe. Und auch beim Turmblasen auf der Martinskirche, was sowieso nur noch sehr selten stattfinde, brauche das Orchester Verstärkung von anderen. Und das obwohl, wie sie sagt: "Wir haben doch 41 aktive Musiker".
    Von positiven Finanzen berichtete Kassier Markus Ruf. Die Kassenprüfer Peter Kuck und Anja Endlichhofer bescheinigten ihm einwandfreie Arbeit.
    Bild vergrößern Im Januar 2010 wurde mit 20 Nachwuchsmusikern begonnen, mittlerweile ist das Jugendorchester 28 Mitglieder stark, zeigte sich Jugendwartin Melanie Vosseler zufrieden. Allerdings sei das Miniorchester in den anderen Orchestern aufgegangen. Weniger glücklich zeigte sich Melanie Vosseler mit der Mitgliederwerbung. Man habe keine Jugendlichen gewonnen, bedauerte sie.
    "So toll wie Ihr spielt, finde ich für ein Orchester unserer Größe hervorragend", lobte Dirigent Mathias Mundl seine Musikerschar, die sich wahrlich nicht verstecken müsse. "Wir tun viel für Albstadt, für Bildung, Kultur und für die Gemeinschaft" erinnerte er; doch sei es wichtig, neue Mitglieder zu gewinnen. Auch Erwachsene, um die Einzelformationen weiterzuführen. Im Bereich der Jugendarbeit appellierte er, die Entwicklung in Albstadt vor allem mit der Jugendmusikschule im Auge zu behalten, um weiterhin qualifizierten Unterricht anzubieten.
    Abschließend mahnte Mathias Mundl wieder einmal den mangelnden Probenbesuch an.
    Ehrenvorsitzender Horst Kaiser freute sich bei seinem Antrag über die einstimmige Entlastung der Vorstandschaft. Er freue sich, dass das Orchester bei den Vereinskürzungen glimpflich davonkomme, sagte Gemeinderat Wolfgang Gross, mahnte aber, die Finanzen in den Griff zu bekommen.
    "Es gab früher im musikalischen Bereich nichts Besseres als die Orchester im heutigen Albstadt", lobte Josef Braun, der Kreisblasmusikverbandsvorsitzende. Es gebe aber auch kaum eine Stadt, die so viel Geld für Musik aufwende.
    Ergebnis der Neuwahlen: Vorsitzender Gerhard Baldauf, geschäftsführende Vorsitzende Christine Mücke, Kassier Markus Ruf, Schriftführerin Anna Altenburger, Jugendwart Melanie Vosseler, Noten /Instrumentenwart Norbert Hirt, Organisationsleiterin Ingrid Kobler, Mitglied z.b.V. Kerstin Metzger und Jugendvertreter Jonathan Dörrer.
Bianca Roith


Goldene Ehrennadel mit Diamant
Musiker Josef Schneider erhält Ehrung für 70 Jahre Treue

Ebingen. "Das gab es noch nie", kündigt Josef Braun, Vorsitzender des Kreisblasmusikverbands, eine außergewöhnliche Ehrung beim Städtischen Orchester Ebingen an. Josef Schneider wurde für 70 Jahre aktive Mitgliedschaft mit der goldenen Ehrennadel mit Diamant ausgezeichnet. " Er ist ein Vollblutmusikant", lobte Braun. Josef Schneider spielte bereits unter vier verschiedenen Ebinger Musikdirektoren. Er musiziert in der Bigband und im großen Orchester. Der Donauschwabe aus Arad begann 1937 mit der Musik. Seine Instrumente waren immer das Saxophon und die Klarinette. Derzeit spielt der 84-jährige auch aushilfsweise im Salonorchester mit.
    Seit 60 Jahren ist Max Bantle aktives Mitglied im Städtischen Orchester. Auch er erhielt die goldene Ehrennadel mit Diamant.
    Für zehn Jahre Mitgliedschafterhielt Eva-Maria Grochowski die bronzene Ehrennadel. Für besonderen Einsatz ausgezeichnet wur de Bernd Vosseler für die jahrelange kreative Gestaltung der Plakate und Programmhefte. Für ihrenEinsatz wurde Christine Mücke mit einen Blumenstrauß beschenkt. Die D l-Prüfung haben bestanden: Manuel Dörrer, Senta-Luise Betz, Prisca Neumann, Lisa Scheidig, Olivia Schmidt und Sven Veeser. Ausgezeichnet für fleißigen Probenbesuch wurden Rudi Kramer (null Fehlproben), Markus Grotz und Christine Mücke (eine Fehlprobe).
bro


vom Herbstkonzert "Grenzgänge" am 20.11.2010 in der Festhalle

Grenzgänger mit Mut zu besonderen Klangwelten
Beim Herbstkonzert überzeugte das Städtische Orchester Albstadt
mit pfiffigen Ideen und einem breiten Repertoire

Mit einem weit gespannten Repertoire wartete das Städtische Orchester Albstadt beim Herbstkonzert auf. Alle Register wurden gezogen zu einer Meisterleistung mit höchster Perfektion. Das Jugendorchester stand nicht nach.

Ebingen.
   Das gut besuchte Herbstkonzeit wurde am Ende vom Publikum mit langem Beifall bedacht. Spontan machte sich der erste Vorsitzende Gerhard Baldauf auf zu Musikdirektor Mathias Mundl, um auch im Namen der begeisterten Besucher zu gratulieren. Dieser hatte mit "Grenzgänger" ein Motto gewählt, in welchem nicht nur musikalisch Grenzen überschritten wurden. An diesem festlich-musikalischen Abend entführte das Orchester in die Unterwelt, in das Reich der Vampire, nahm die Hexenverfolgung auf.
   Eröffnet wurde das Konzert mit der Ouvertüre "Orpheus in der Unterwelt" von Jacques Offenbach. Das Orchester setzte musikalisch einen ersten Glanzpunkt, Christine Mücke an der Klarinette stellte die musikalische Verbindung in harmonischem Einklang her. Da Orpheus in das Tal und ein anderes Land wandert, fand der Grenzgang erstmals statt. Das Werk "Allegro moderato" aus dem Concerto Grosso opus 6 n° 10 von Georg Friedrich Händel wird von neuen Stilelementen bis zur Frühklassik geprägt, serviert vom Klarinetten-Ensemble. Ebenfalls "Rondo" von Beethoven. Grenzen überschreiten mussten die Aktiven des Trompeten- und Posaunenregisters mit ihrem Gesang bei der musikalisch-dynamischen Hexenjagd "7 Impressionen einer Hexenjagd" mit herausragender klanglicher Darbietung. Der wilden Jagd schloss sich mit "Siciliana Notturno" für Altsaxophon und Orchester ein ruhigeres Stück an. Das Orchester bereitete Solist Bernd Vosseler einen harmonischen Klangteppich.
Bild vergrößern    Es ist guter Brauch, die Jugend in das Konzertprogramm einzubeziehen. Einige Musiker des Jugendorchesters haben ihren Platz auch im großen Orchester. Die Leistung war auf entsprechend hohem Niveau. Dazu gehörte "Der Zauberlehrling" von Paul Dukas und "Sparkling-Drums" für Drum-Set und Orchester. Schon in densiebziger Jahren gewann das Drum bei Sinfonie- und Blasorchestern an Stellenwert. Faszinierend die junge Schlagzeugtruppe mit vier Spielern, im Fokus hier Solist Jonathan Dörrer. Der ruhigen Komposition "Air for Winds" folgte das schwere Stück aus der Filmmusik "Die Maske des Zorro". Der Nachwuchs meisterte die Herausforderung bestens und Musikdirektor Mathias Mundl war stolz auf die jungen Musiker. Die guten Leistungen sind mit ein Grund, dass die genannten Senta-Luise Betz, Manuel Dörrer, Priska Neumann, Olivia Schmidt, Sven Veeser und Lisa Scheidig heuer die D l-Prüfung ablegten und "sich Schritt für Schritt in Richtung großes Orchester begeben".
   Dieses nahm Platz zum großen Finale, vollzog den Grenzgang nach Transsilvanien beim "Tanz der Vampire" klanglich und rhythmisch meisterlich. Neue Klangwelten schuf in den siebziger Jahren die Gruppe Earth, Wind & Fire, mit der gleichnamigen Komposition gab das Orchester seinen Besuchern einige bekannte Lieder mit auf den Heimweg. Mit dem "Königsmarsch" aus Till Eulenspiegel und einer weiteren Zugabe rundete das Städtische Orchester seine meisterhafte Leistung ab.

Horst Schweizer




vom Ausflug des Jugendorchesters vom 10. bis 12.09.2010 mit Auftritt im Europapark Rust

Ausflug-Rust

vom Open Air am 18.07.2010 auf dem Mazmann-Festplatz

OpenAir

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vom Gemeinschaftskonzert Albstadt - Winnenden am 24.04.2010 bei Automobile Zollernalb

Gemeinschaftskonzert

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vom Tanztee mit Geburtstagsparty am 28.02.2010 in der Festhalle
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von der Generalversammlung am 29.01.2010 in der Friedenskirche

Die Musiker haben einen vollen Terminkalender

Zahlreiche Konzertauftritte: Städtisches Orchester Albstadt zieht Bilanz -
Hauptversammlung mit Ehrungen und Wahlen

Das Städtische Orchester Albstadt kann auf ein aktives Jahr mit zahlreichen Konzerten zurückblicken. Bei der Hauptversammlung wurde Bilanz gezogen. Außerdem standen Ehrungen und Wahlen an.

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Ebingen. Eröffnet wurde die Jahreshauptversammlung musikalisch durch das Saxophon-Ensemble. Danach begrüßte der erste Vorsitzende Gerhard Baldauf die Gäste. Christine Mücke, als geschäftsführender Vorstand, zählte die vielen Aktivitäten in ihrem Geschäftsbericht auf. Insgesamt bei 120 Proben und 71 Auftritten wa-ren die Ensembles des Städtischen Orchesters im Einsatz. Oskar Rühlemann gab einen ausführlichen Bericht über die Finanzen ab. Anja Endlichhofer und Markus Ruf bescheinigten ihm eine vorbildliche Führung. Die Entlastung erfolgte einstimmig. Jugendleiterin Melanie Vosseler zeigte auf, wie schwierig es ist, ein gewisses Niveau zu halten. Es kommen stets Neue hinzu, doch Musikdirektor Mathias Mundl schaffe es immer wieder, die Neuen zu integrieren.
Bild vergrößern     Musikdirektor Mathias Mundl zeigte sich mit der Entwicklung des Orchesters zufrieden. Dies spiegelt sich wider in den zahlreiche Veranstaltungen mit durchweg hohen musikalischen Ansprüchen. Er mahnte auch den Probenbesuch an. Um die positive künstlerische Entwicklung weiterzuführen, sei jeder Einzelne gefragt. OB Dr. Gneveckow zeigte sich erfreut über das große Engagement der Ensembles. Die Entlastung wurde einstimmig erteilt. Insgesamt acht aktive Mitglieder konnte Gustolf Kohler, der auch die Grüße vom Blasmusik Kreisverband überbrachte, für langjährige Mitgliedschaft ehren.
    Wolfgang Grund ist zehn Jahre dabei, Norbert Hirt und Melanie Vosseler 20 Jahre. Für 30 Jahre wurden Andreas Maucher, Lothar Meinzer und Reinhard Weßner geehrt, für 40 Jahre Reiner Benkler und Ingrid Kobler. Die "Top 3" der Probenbesucher: Rudi Kramer und Sepp Schneider haben je einmal gefehlt, Peter Bück hat zweimal gefehlt. Ehrung für besonderen Einsatz: Peter Buck und Peter Weißgerber fielen durch ihr außergewöhnliches Engagement bei der Sommerveranstaltung auf. Peter Kuck erweckte die Bauernkapelle zu neuem Leben und ist Manager der "Luschtige Schwoba". Bei den Neuwahlen wurde der erste Vorsitzender Gerhard Baldauf für ein Jahr gewählt. Kassier ist Markus Ruf, Organisationsleiterin Ingrid Kobler, Mitglied z.b.v.: Kerstin Metzler, Kassenprüfer 2: Peter Kuck.

Maximilian Bantle




vom Herbstkonzert am 21.11.09 in der Ebinger Festhalle
Meisterhaftes "Concerto Grosso"
Städtisches Orchester zog bei Herbstkonzert alle Register

Das Städtische Orchester Albstadt wartete bei seinem Herbstkonzert mit einer Meisterleistung auf. Neben den Aktiven gehörte die Anerkennung gleichermaßen dem Jugendorchester und den Minis.

Ebingen.
Das gut besuchte Herbstkonzert stand unter dem Motto "Concerto Grosso", also "großes Konzer"". Dabei steht eine kleine, solistische Gruppe von Instrumenten einer größeren gegenüber, was einem Solopart verschiedener Musiker gleichkommt. Bild vergrößern Musikdirektor Mathias Mundl hatte damit einen Volltreffer gelandet, minutenlanger Beifall am Ende überschüttete das Orchester für eine Vorstellung in höchster Präzision. Er hatte einen Klangkörper vorbereitet und geschmiedet, welcher in jeglicher Hinsicht bestens und perfekt harmonierte.

    Den Auftakt machte die Ouvertüre "Feuerwerksmusik" von Händel. Mit einer langsamen lyrischen Einleitung, getragen von Klarinetten und Hörnern, begann die "Ouvertüre für Harmoniemusik op 24" von Felix Mendelssohn-Bartholdy, welcher viel spritzige Rhythmik und virtuose Melodik zu einem großen Werk anschloss. Begeisternden Applaus gab es für Christine Mücke als Es-Klarinetten-Solistin in "Capriccio" von Hans Zander. Dabei ließ der Komponist verschiedene Teile immer wiederkehren, das Orchester bereitete der Solistin ein harmonischen Teppich.

   "Auch in unserer Zeit gibt es neue Werke für Blasorchester", so Musikdirektor Mathias Mundl, welcher durch das Programm führte. Anspielend auf eine nicht alltägliche Komposition von Rolf Rudin, und dessen Orchesterwerk "Der Traum des Oenghus". Das gesamte Werk ist auf sechs Tönen aufgebaut, gepaart mit Akkorden, Klängen und Harmonie. Die 55 Musiker meisterten das schwierigste Konzertstück, welches 20 Minuten dauerte. Es erzählte die Geschichte einer irischen Sage des Königssohnes Oenghus, welcher sich auf die Suche nach einem Flöten spielenden Mädchen machte.

    Seit einem halben Jahr sind die Minis in Ausbildung und durften eine Kostprobe ihres beachtlichen Könnens geben. Feierlich ihre Eröffnung unter Leitung von Christine Mücke mit der "Ceremonial Prelude", welcher sich "London-derry Air" und "Meet the Flintstones" anschloss. Wie nicht anders zu erwarten, hatte der jüngste Nachwuchs eine Zugabe vorbereitet. Eine Belohnung war, dass die Minis das erste Stück "Fairytale" gemeinsam mit dem Jugendorchester unter Leitung Mathias Mundls spielen durften. Alle Register besetzt sind in dessen 35-köpfigem Klangkörper, deren Programm sich ebenfalls mit "Concerto Grosso" befasste.

    Im Focus des Concert-Medley von "Herr der Ringe" stand die junge Trompeten-Solistin Meike Rola - ein Klasse-Auftritt. Weiter ging's mit der "Introduction and Modern Beat" sowie "The Lord of the Dance". Den abschließenden Konzertteil gestaltete das große Orchester mit "That's a plenty" für BlechbläserEnsemble, "Mah Na Mah Na" und "Funky Winds". Der begeisternde Applaus wurde mit Zugaben gebührend belohnt.            Horst Schweizer





vom Platzkonzert am 08.06.09 vor dem Rathaus
Platzkonzert
vom Kirchenkonzert am 15.03.09 in St. Josef
Geballte Klangkraft in St. Josef
Kirchemusiker und Komponist Bach hätte applaudiert

Mit einem außergewöhnlichen Programm gestaltete das Städtische Orchester Albstadt gemeinsam mit dem Jugendensemble eine mitreißende musikalische Abendstunde.

Ebingen.
Begonnen wurde mit Melchior Franck, der - um 1580 geboren und 1639 verstorben - sich in der Stilwende von der Spätrenaissance zum Frühbarock befand. Er hinterließ ein umfangreiches kompositorisches Werk für den gottesdienstlichen Gebrauch, aus dem die Blechbläsergruppe des Großen Orchesters zwei empfindsame Intraden auswählte. Bild vergrößernIhr schloss sich das Jugendorchester an mit einer kleinen Serenade von Johann Sebastian Bach, dem Großmeister des Barocks, dessen geistliche und weltliche Werke auch heute noch Herz und Seele ansprechen. Von Mathias Mundl geführt, waren die Mädchen und Jungen aufmerksam und voller Ernst dabei, um sich dann jedoch voller Rhythmik und Dynamik bei den Musikstücken "Air for Band" von Frank Erickson und "Canto a UNICEF" von Ferrer Feran dem modernen Sound zuzuwenden.

    Denn neben den klassischen Tonschöpfungen standen zahlreiche zeitgenössische Kompositionen im Programm wie der fulminante "Choral Prelude" von Willy Hautvast und die "Dynamic Overture" von Franco Cesarini, die, getragen auch durch die ideale Akustik des Kirchenraumes durch das Große Orchester zu einem monumentalen Klangerlebnis wurde. Im Mittelteil finden sich zwar lyrische Momente, doch mündet das Werk, seinem Titel gerecht werdend, in eine mitreißende, funkensprühende Coda.

    Herauszustellen sind gleichermaßen die verschiedenen Instrumentalgruppen des Orchesters, so das Klarinettensextett und das Bläserquintett, die Mozart und Bach ihre Reverenz erwiesen, das Flötenduo, das gemeinsam mit dem Organisten Hans-Peter Merz die Trisonate c-moll von Johann Joachim Quantz (1697-1773) intonierte, sowie das Saxophonensemble mit Harold L. Walters modernem Sound "Moonrise".

    Die Stunde abendlicher Kirchenmusik fand ihren Höhepunkt mit der aufrüttelnden Komposition "Der Leidensweg Christi" von Dominik J. Del Ra. Mit einem statischen Thema fängt er die Stimmung in Golgatha und den Marsch zum Kalvarienberg ein, Trauer formuliert sich durch den melancholischen Klang des Englisch Horn, während Hammerschläge, von der Schlagzeuggruppe eingesetzt, die Kreuzigung ankündigen. Ein beeindruckendes Werk, das beweist, dass biblische Themen, auch in moderne Dynamik und Rhythmik gefasst, Gefühl und Geist berühren können. Johann Sebastian Bach, der bei der Schöpfung seiner Kirchenmusiken variations - und melodienreich immer wieder neue Wege beschritt, hätte begeistert Beifall gespendet - und das sowohl wegen der modernen Tonkreationen als auch der brillanten Interpretation durch das Städtische und Jugendorchester. Anerkennung gebührt Mathias Mundl für die versierte musikalische Gesamtleitung.
       Monika Brauner-Noack

von der Generalversammlung am 16.01.09
Motiviert ins neue Jahr
Städtisches Orchester zieht Bilanz - Verstärkter Einsatz bei Jugendwerbung

Das Städtische Orchester Albstadt hat musikalisch ein erfolgreiche Jahr hinter sich. In Zukunft soll die Jugendwerbung verstärkt in Angriff genommen werden.

Ebingen.
Der 1.Vorsitzende Gerhard Baldauf begrüßte die Anwesenden und lobte: "Christine Mücke hat ihre Arbeit im ersten Jahr als geschäftsführender Vorstand gut gemacht." Das Jahr 2008 bezeichnete Christine Mücke als positiv und erwähnte besonders die Fragebogenaktion. Mit einem Fragebogen wurde versucht, Probleme und Wünsche auszuloten. Das Ergebnis: "Motiviert sind alle, wirklich unzufrieden ist keiner."
Bild vergrößern    Insgesamt wurden 120 Proben abgehalten, dazu kamen 91 Auftritte der Ensembles. Einen ausführlichen Bericht gab Kassier Oskar Rühlemann ab. Rühlemann: "An den Ausgaben kann man nicht kürzen, doch durch verschiedene Einnahmequellen über die Musik, zum Beispiel durch weitere Auftritte, kann man mehr Geld in die Kasse bringen." Die Kassenprüfer Markus Ruf und Maximilian Bantle bescheinigten dem Kassier eine vorbildliche Kassenführung. Die Entlastung erfolgte einstimmig.
   Jugendwart Norbert Hirt informierte, dass Christine Mücke im letzten Jahr das Miniorchester von Ulrike Taslos übernommen hat. Diese Gruppe steht im Umbruch. Nachdem einige Mitspieler aufhörten, wurde beschlossen, die noch verbliebenen Spieler in Jugendorchester aufzunehmen und ein neues Miniorchester aufzubauen. "Derzeit befinden sich zehn Jungmusiker in Ausbildung, das sind zu wenig," so Norbert Hirt. Der Jugendwart erinnerte daran, dass die meisten Jugendlichen durch Mund-zu -Mund-Propaganda gewonnen werden können. Man müsse die Jugendwerbung verstärkt angehen.
    In seinem Dirigentenbericht bezeichnete Matthias Mundl 2008 als ein erfolgreiches Jahr. Highlight waren die Kirchenkonzerte in Mengen und Laufen mit den beiden Chören aus Ennetach und Laufen und die Jugendmatinée. Ein großer Erfolg war das Wertungsspiel in Weitingen, wo sich das Orchester in Höchststufe den Juroren stellte. "Wir machen gemeinsam Musik, das heißt, sich darauf einlassen, nicht zögern, sondern handeln und einbringen, dies erfordert individuelles Engagement von jeden Einzelnen."    Gustolf Kohler überbrachte die Grüße vom Kreisverband und nahm die Entlastung vor, die einstimmig erfolgte. Im Anschluss standen Ehrungen an: Arthur Grochowski wurde für 40 Jahre Mitgliedschaft geehrt, Stefan Schleich für 20 Jahre, Rudi Kramer für zehn Jahre. Nach 25jähriger aktiver Mitgliedschaft wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt: Peter Kuck, Markus Ruf, Christine Mücke. Erfolgreiche D-Prüfun-gen: Christina Merz (D3), Carolin Adis(D2), Anna-Lena Dörrer (Dl). Top 3 der Probenbesucher: Jonathan Dörrer hat nicht gefehlt, Catherine Gruat und Rudolf Kramer haben je einmal gefehlt. Ehrung für besonderen Einsatz: Andreas Maucher.
    Die Neuwahlen ergaben: Kassier: Oskar Rühlemann, kommisarisch für ein Jahr, Jugendwart: Melanie Vosseler, Noten -/ Instrumentenwart: Catherine Gruat, Mitglied z.b.V.: Daniela Rühlemann, Jugendvertreter: Jonathan Dörrer, Kassenprüfer: Anja Endlichhofer.
    Maximilian Bantle




vom Herbstkonzert am 22. 11. 08 in der Festhalle
Eine Reise rund um den Globus
Städtisches Orchester Albstadt bot Glanzleistung beim Herbstkonzert

Mit einem großartigen Herbstkonzert wartete das Städtische Orchester Albstadt auf. Nicht nur den Aktiven gehörte die Anerkennung der Besucher, sondern gleichermaßen auch dem großen Jugendorchester.

Ebingen.
Dennoch gab's einen Wermutstropfen, für welchen es, sieht man von den winterlichen Verhältnissen ab, allgemein keine Erklärung gab. Hatte das Städtische Orchester bei seinen Herbstkonzerten stets ein volles Haus verzeichnen können, war die Ebinger Festhalle diesmal äußerst schwach besucht. "Klingende Landschaften" - dieses Motto verpasste Musikdirektor Mathias Mundl dem Konzert. Es sollte eine musikalische Reise in verschiedene Länder der Welt werden.
    Bild vergrößernEingestimmt wurde sanft mit "Morgenstimmung" aus "Peer Gynt" op. 46 von Edvard Grieg. Dem Städti-schen Orchester gelang meisterhaft, mit dieser Suite eindrucksvoll die bildhafte Vorstellung eines sonnenhellen skandinavischen Morgens zu vermitteln.
   Der französische Komponist Darius Milhaud komponierte eine Suite in fünf Sätzen, basierend auf Melodien seines Heimatlandes und nach französischen Provinzen benannt. Entsprechend gegensätzlich das große Werk mit Normandie, Bretagne, Ile de France, Alsace-Lorraine und Provence. Im Mittelpunkt stand Norbert Hirt mit dem Bass-Saxophon, einem der tiefsten Instrumente mit sanft getragenen, manchmal schwermütigen Tönen.
   In ein anderes Land ging es mit "Variationen über ein Thema von Glinka für Oboe und Blasorchester" - nach Russland. In einer kurzen Orchestereinleitung stellte das Soloinstrument das Thema vor. Großartig, was Solist Martin Thorwarth in der Originalkomposition von Rimsky-Korsakov als Glanzleistung bot. Dieser stand das Orchester nicht nach, welches Thorwarth die passende Rhythmik bot.
   Von Russland folgte ein Abstecher in die schottischen Highlands. Der erste Teil der Suite "From Hymn of the Highlands" bot symphonische Blasmusik auf höchstem Niveau, im Fokus in "Alladale" stand das Saxophon-Trio Carina Flad, Christina Merz und Bernd Vosseler, in "Dundonell" war Rhythmik und Temperament angesagt. Mit diesem großen Werk nahm das Orchester erfolgreich beim Wertungsspiel in Freudenstadt teil.
   Alle Register besetzt sind im 35-köpfigen Jugendorchester, welches Musikdirektor Mathias Mundl leitet. Der große Klangkörper bot eine beeindruckende, geschlossene musikalische Leistung. Auch deren Programm befasste sich mit "Klingende Landschaften", die Reise startete mit "Selections from Tarzan" in Afrika, beschäftigte sich mit der Historie der Kelten in dem anspruchsvollen Werk "Celtic Ritual". Zu den Piraten führte "Pirates of the Caribbean", mit der Zugabe "Jamaika"" blieb man in dortigen Gefilden.
    Der zweite Konzertteil begann bei den Preußen mit "Des Großen Kurfürsten Reitermarsch", in welchem Trompeten und Pauken als privilegierte Instrumente der Fürsten herausragten. Mit der Strauß-Komposition "Donauwalzer" als heimlicher Nationalhymne Österreichs unterstrich das Orchester seine stilreine Spielweise ebenso wie beim Besuch von Mogli und Balu im "Dschungelbuch" von Robert Sherman.     Horst Schweizer


vom Wertungsspiel am 20. 07.08 in Weitingen
Mit Pauken und Trompeten
Städtisches Orchester erfolgreich beim Wertungsspiel in Weitingen

Das Städtische Orchester Bild vergrößerntritt regelmäßig bei Wertungsspielen in der Höchststufe an. Vor kurzem trat das Orchester beim Kreismusikfest in Weitingen zur Wertung an.

Ebingen.
Mit dem Bus und einem Anhänger mit Schlagzeug-Equipment ging die Reise zeitig los. Musikdirektor Mathias Mundl stimmte das Orchester zunächst im Einspielraum auf den großen Auftritt ein. Aber bevor es richtig zur Sache ging, mussten erst noch Schlagzeug, Pauken und Notenständer passend auf der Bühne aufgebaut werden.

  Nach einem kurzen Einspielen durch einen Choral wurden dann zwei Stücke aus der Höchststufe vorgetragen. Begonnen wurde mit der "Suite Francaise" von Darius Milhaud. Nach diesem Pflichtstück kam das Bild vergrößern Selbstwahlstück "Suite from Hymn of the Highlands" an die Reihe. Dieses Stück forderte immer wieder Einzelleistungen von den Musikern, so besteht der zweite Satz aus einem Solo für drei Saxophone, die dezent vom Orchester begleitet werden. Die Zeit bis zur Ergebnisbekanntgabe nutzte das Orchester, um am Massenchor in der Dorfmitte von Weitingen teilzunehmen und später den Festzug durch das Dorf tatkräftig mit Marschmusik zu unterstützen.

  Gegen 17 Uhr wurden dann die Ergebnisse des Wertungsspiels im voll besetzten Festzelt verkündigt: Das Städtische Orchester Albstadt hat mit sehr gutem Erfolg teilgenommen. Auf dieses Ergebnis wurde dann gleich noch mal angestoßen, bevor sich der Bus mit zufriedenen Musikern wieder auf den Weg nach Albstadt machte. Beide Wertungsstücke werden beim Herbstkonzert am 22.November in der Festhalle in Ebingen zu hören sein.

von der Jugendmatinée am 20.04.08

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von der Generalversammlung am 22.01.08

VEREIN ⁄ Städtisches Orchester hat eine neue zweite Vorsitzende

Neue Wege führen zum Erfolg

"Musikalisch erfolgreiches Jahr"  -  Christine Mücke rückt für Bernd Vosseler nach

Bei der Generalversammlung des Städtischen Orchesters Albstadt gab der zweite Vorsitzende, Bernd Vosseler, sein Amt ab. Berufliche und private Gründe haben ihn zu diesem Schritt bewogen, erklärte Bernd Vosseler. Seine Nachfolgerin und damit auch neue geschäftsführende Vorsitzende ist Christine Mücke.



EBINGEN ♦ Dass Bernd Vosseler dem Städtischen Orchester weiterhin die Treue halten möchte, freute den Vorsitzenden Gerhard Baldauf bei allem Verständnis besonders. Baldauf hielt Rückschau auf ein "musikalisch tolles, erfolgreiches Jahr 2007" und erinnerte u.a. an die Sommer-Serenade, bei der drei Orchester musikalisch und organisatorisch "durch dick und dürn" gegangen seien, so Baldauf stolz. Bild vergrößernWie das Orchester habe auch das Projektorchester ein bisschen unter schwachem Probenbesuch gelitten, so Bernd Vosseler in seinem Rückblick. Dennoch und auch trotz der widrigen Witterungsverhältnisse sei die Sommer-Serenade ein großer Erfolg gewesen. Ein dickes Lob gab es von Vosseler für die musikalische Qualität im Orchester und bei der Jugend. Zur Nachwuchssicherung wurde 2007 wieder ein Miniorchester gegründet, das es zu pflegen gelte.
Nach dem Kassenbericht von Oskar Rühlemann, gegen den die Kassenprüfer Max Bantle und Rainer Benkler keine Einwände hatten, hob Jugendwart Norbert Hirt das Miniorchester als wichtige Institution hervor. Denn dort werde aus dem Einzelkämpfer ein Teamplayer. Ab April wird das Miniorchester nach Ulrike Tsalos eine neue Leitung haben. Fürs derzeit 27-köpfige jugendorchester steht im April eine kleine Jugendmatinée auf dem Programm, außerdem eine Probenwoche im September im Kleinwalsertal. 2007 war der Musikernachwuchs beim Wertungsspiel erfolgreich, präsentierte sich beim Herbstkonzert und auf dem Ebinger Weibnachtsmarkt. Abschließend appellierte Norbert Hirt, die Werbetrommel für das Orchester zu rühren. Von einem "sehr arbeitsintensiven, aber erfolgreichen Jahr" sprach Dirigent Mathias Mundl. Er bedankte sich bei den Musikern für den unermüdlichen Einsatz und die Bereitschaft, neue Wege zu gehen.
Die Entlastung, die einstimmig erfolgte, beantragte Gustolf Kohler vom Kreisverband. Die Wahlen brachten folgendes Ergebnis: Zweite Vorsitzende ist Christine Mücke, Organisationsleiterin Ingrid Kobler, Schriftführer Reinhard Weßner (für Kurt Meboldt) und Kassenprüfer Markus Ruf (für Rainer Benkler). Gustolf Kohler oblag es, Mitglieder für langjährige Treue auszuzeichnen. Die bronzene Ehrennadel und einen Kinogutschein vom Verein erhielten Simone Endlichhofer und Carina Flad für zehnjährige Vereinstreue. Seit 50 Jahren dabei ist Wolfgang Cyris. Er bekam die goldene Ehrennadel mit Diamant und eine Urkunde sowie Weinpräsente von Verband und Verein. Heidi Pietsch wurde von Bernd Vosseler für 25 Jahre mit einer Ehrenurkunde bedacht. Als Neuzugänge begrüßte Vosseler Sara Egger und Simone Daiggler-Sauter. Zu erfolgreichen D-Prüfungen gratulierte er Jonathan Dörrer (D-3), Christina Merz (D-2) sowie Carolin Adis und Theresa Baldauf (D-1). Die fleißigsten Pro benbesucher waren Desirée Brösamle, Catherine Gruat und Rudolf Kramer. Für besonderen Einsatz wurden Jonathan und Dieter Dörrer mit Kinogutscheinen beschenkt.
BIANKAROITH

vom Herbstkonzert am 24.11. 2007 in der Ebinger Festhalle

Kultur / Herbstkonzert des Städtischen Orchesters -
Mini-Orchester besteht die Feuertaufe mit Bravour

Impressionen: In die Glitzerwelt des Broadway entführt

Begeistert und stürmisch war der Applaus für das Städtische Orchester Albstadt. Dieses wartete beim Herbstkonzert am Samstagabend, auch mit der Solistin Anne-Lisa Wiesinger, mit einer brillanten Leistung auf. Nicht nur den Aktiven gehörte die Anerkennung, das große Jugendorchester überzeugte ebenso.

EBINGEN▪  "Broadway Impressionen" - dieses Motto verpasste Musikdirektor Mathias Mundl dem diesjährigen Herbstkonzert. Eine etwas andere Richtung, er wollte damit die Besucher einer voll besetzten Festhalle in die Theateratmosphäre mitnehmen und einführen. Gelungen ist ihm dies auf bemerkenswerte Art, das Konzertprogramm ließ keine Wünsche offen. Allen voran die Freunde des Musicals erlebten einen Abend in höchster Vollendung. Passend zu der Mundl-Aussage "Musik ist keine Musik, wenn sie nicht in einem schwingt". Mini- und Jugendorchester, Big Band und das große Orchester zeigten die gesamte Bandbreite erfolgreicher musikalischer Arbeit beim Städtischen Orchester Albstadt eindrucksvoll auf. Bild vergrößern
   Aufgeregt waren zwölf Minis, sie hatten ihre öffentliche Premiere. Seit einem knappen Jahr üben diese Kinder, vor sechs Monaten nahm sie Ulrike Tsalos unter ihre Fittiche. In dieser Zeit wurde gelernt, wie aus Einzelkämpfern eine Gruppe zusammen wächst, was musikalisch miteinander machbar ist. Kaum war der letzte Ton eines ihrer letzten Stücke, so auch "O du lieber Augustin", verklungen, wurden rasch und voller Eifer die Noten für das nächste Stück gesucht.
   Alle Register besetzt sind im 30-köpfigen Jugendorchester, welches Musikdirektor Mathias Mundl leitet. Entsprechend groß die Auswahl der Literatur für diesen Klangkörper, welcher mit einer beeindruckenden musikalischen Leistung aufwartete. So mit "Movie Blockbusters", einem von Michael Brown arrangierten Werk bekannter Film- und Musicalmelodien. Gegensätzlich "Voices of the Sky" welches abwechslungsreich die unterschiedlichen Himmelsfarben und -stimmungen mit hellen und dunklen Momenten zum Ausdruck brachte. Den ebenso beeindruckend dargebotenen "Die Chroniken von Narnia" schloss sich die den Applaus belohnende Zugabe an. Ein Farbtupfer des Herbstkonzertes war der Auftritt der Big Band. Musikalisch wie mit der Solistin Anne-Lisa Wiesinger, welche in "It don't mean a thing" und "Fly me to the moon" ihre ersten beiden Auftritte hatte. Dem schloss sich "King of the Timbales" an.
   Eindrucksvoll eröffnet wurde das Herbstkonzert vom Großen Orchester mit "Curtain up" und "König der Löwen" Dieses übernahm auch den Schlussteil, beginnend mit "Evita", der Musicalgeschichte über die argentinische Politikerin und Persönlichkeit Eva Duarte. Glänzend das Miteinander von Orchester und Solistin, welche auf dem Balkon der Festhalle "Don't cry for me Argentina" sang.
   Im Mittelpunkt stand die 19-jährige Anne-Lisa Wiesinger, die erst seit wenigen Jahren Unterricht erhält, auch mit dem folgenden "Ich gehör nur mir" aus dem Musical Elisabeth. Begeistert der Applaus für den großartigen Vortrag. Das Orchester ließ das Musical "Oklahoma" folgen und schloss den langen, beeindruckenden Konzertabend mit "Broadway Impressionen" mit den Solisten Anja Endlichhofer, Klarinette, und Markus Ruf, Trompete. Den langen Applaus belohnten die Musiker mit weiteren Zugaben.   HORST SCHWEIZER




von der Sommerserenade am 21.07. 2007 vor / in der Ebinger Festhalle

SOMMERSERENADE / Große Klänge, kleine Häppchen, flinker Ortswechsel

Grandioses Miteinander

Albstadts drei Höchststufenorchester in Harmonie vereint

Es war ein mutiges, ein großes Experiment: Die "Sommerserenade" vor der Ebinger Festhalle. Ein Kraftakt für alle. Doch er hat sich gelohnt. Große Klänge sorgten für einen unvergesslichen Abend.

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HOLGER MUCH

EBINGEN • Mit Klaus Doldingers "Das Boot" stach die Sommerserenade maritim dargeboten vom Städtischen Orchester Albstadt in See. Ein fulminanter Start für einen fulminanten, ereignisreichen Tag.

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Ob Westernklänge oder - das durfte nicht fehlen - John Williams' prachtvolle Titelmelodie zu "Star Wars", einen klangvollen überblick über Kinoklassiker lieferte der MUsikverein Onstmettingen.

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Die Musik aus Südamerika gab die Stadtkapelle Tailfingen bereits bei Regen zum besten,harrte aber tapfer aus, genauso wie die mit Plastikregenponchos und Schirmen versorgte Menge. Dann jedoch ging es schnell in die warme Festhalle.Und dort erwartete die nun zahlreich gewordenen Besucher der absolute Höhepunkt des Abends: Die "Amerikanische Nacht" des großen Projektorchesters, das mit den weltbekannten Klängen von Gershwin, Bernstein, Ellington, und anderen eine Meisterleistung hinlegte.
    Ob machtvoll wie bei "Porgy and Bess", vertrackt wie bei "Candide Suite" oder schlicht überwältigend beim grandiosen, vom Publikum gefeierten "Rhapsody in blue", ob eher leichtfüßig wie beim "Ellington Festival" oder beswingt wie bei "My favourite things" und "They can't not take that away from me" - das Projektorchester spielte zusammen, als hätte es nie etwas anderes getan. Und die Albstädter feierten die "Sommerserenade", ihre Musiker, ihre drei Vereine und deren Dirigenten den ganzen langen Abend.
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KOMMENTAR
SOMMERSERENADE / Leistung unter schwierigen Bedingungen
Da capo, Albstadt

HOLGER MUCH

    Es war ein rauschender Abend. Dabei hatte der Tag nicht wirklich wie idealerweise erträumt begonnen. Düster-bedeckter Himmel, unangenehmer Wind. Nicht gerade Sommerserenaden-Wetter für ein Konzert im Freien. Und als es dann noch anfing zu regnen... spürte man ein allseitiges "Jetzt aber erst recht". Man packte die Regenponchos aus, die Musiker schleppten Ausstattung, Notenständer und Instrumente durch den Regen, bauten in der Festhalle alles in Windeseile wieder auf. Und so abgeschafft liefen sie dann zu Höchstleistung auf, gemeinsam verbunden mit der Unterstützung des gut gelaunten Publikums. Das war klasse, von beiden Seiten. Da capo, Albstadt.





vom Jugendwertungsspiel am 13.05.07 in Trochtelfingen-Steinhilben

von der Generalversammlung am 26.01.07

BILANZ / Lob für das Städtische Orchester - Gerhard Baldauf bleibt Vorsitzender

Ein wichtiges "kulturelles Rückgrat" der Stadt

Als ein "kulturelles Rückgrat" der Stadt bezeichnete Dirigent Mathias Mundl sein Städtisches Orchester Albstadt stolz. Dass dieser Stolz auch berechtigt ist, bestätigten ihm bei der Generalversammlung sämtliche Redner. Das Orchester habe im vergangenen Jahr sehr viel geleistet, so der Tenor.


E B l N G E N • Für Vorsitzenden Gerhard Baldauf gab es 2006 drei große Höhepunkte, an die er in seiner Begrüßung im Heilig-Kreuz-Saal erinnerte: das „Hupkonzert", das Musical „Freude" in Kooperation mit Schülerchören und der Musikschule und die Amsterdamreise. Außerdem erwähnte Baldauf das „exzellente Kirchenkonzert" in der Martinskirche. "Es macht Spaß, Euch zu repräsentieren", lobte er das Orchester.

Dann war es am zweiten Vorsitzenden Bernd Vosseler, sich zu bedanken. Ein Geschenk gab es für Dirigent Mathias Mundl, denn ihm seien die Erfolge der Musiker zuzuschreiben, Außerdem dankte Vosseler dem Vorsitzenden Gerhard Baldauf, dessen Amt auch zur Wiederwahl stand, für seine ersten drei Jahre im Amt. Baldauf bringe sehr viel Ruhe in den Verein, so sein Lob. Das dritte Dankeschön galt der Stadt, denn künftig darf das Städtische Orchester seinen Tanztee wieder in Eigenregie veranstalten.

Bild vergrößern über die Finanzen informierte Oskar Rühlemann, dem Kassenprüfer Claus Schulz einwandfreie Arbeit bescheinigte. über die Aktivitäten des Jugendorchesters berichtete für den verhinderten Jugendwart Norbert Hirt Jugendvertreterin Kerstin Metzler. Derzeit besteht das Nachwuchsorchester aus 26 Jugendlichen, 31 befinden sich in der Ausbildung und 15 haben die D1-Prüfung bestanden. Ziel sei es, möglichst alle an die D1-oder höhere Prüfungen heranzuführen. Die D1-Prüfung bestanden haben Denis Mayer, Pascal Winkler, Benedikt Bodmer, Manuel Häußler und Christina Merz, die D2-Prüfung erfolgreich abgelegt haben Tobias Brösamle, Desiree Brösamle, Jonathan Dörrer und die D3-Prüfung Meike Rola. Geschenke für nur eine Fehlprobe gab es für Tobias Brösamle, Rudolf Kramer und Steven Dos Santos.

Dirigent Mathias Mundl bedankte sich bei seinen Musikern für ein tolles Jahr 2006 und motivierte sie, gemeinsam und mit Begeisterung neue Wege zu gehen. Dazu gehöre neben der eigenen Motivation auch die Zusammenarbeit mit anderen Vereinen und anderen Musikern, um von ihnen zu lernen, so Mundl. Er forderte alle auf, die Musik als gemeinsames Erlebnis zu sehen und zeigte sich optimistisch, dass dies auch künftig gelingt.

Fürs Jahr 2007 steht eine große Sommerserenade, bei der die Kapellen aus Ebingen, Tailfmgen und Onstmettingen gemeinsam konzertieren. Die Entlastung, die einstimmig erfolgte, beantragte OB Dr. Jürgen Gneveckow. "Sie haben ihren kulturellen Auftrag mit Fleiß, Elan und Können erfüllt", so Gneveckow anerkennend. Er lobte das rege Vereinsleben und den hohen musikalischen Standard des Orchesters, das ein „wichtiger Kul- turträger der Stadt" sei. Ein Grußwort sprach auch Hausherr Geistlicher Rat Karl Duttlinger, bevor Heiko Peter Meile, Geschäftsführer des Blasmusikkreisverbands Zollernalb das Wort ergriff. „Welche Stadt darf sich rühmen, gleich drei Orchester in der Höchstklasse zu haben", lobte er und bedankte sich bei der Stadt für die große Unterstützung der Albstädter Kapellen. Nach Ehrungen für Vereinstreue, der Be grüßung der 13 Neuzugänge sowie Ehrungen für fleißigen Probenbesuch und besonderen Einsatz schritt man zu den Wahlen:
Vorsitzender bleibt Gerhard Baldauf, Noten- und Instrumentenwartin Heidi Pietsch, Organisationsleiterin Christine Mücke, Mitglied zur besonderen Verwendung Peter Kuck, Jugendvertreterin Kerstin Metzler, neuer Kassenprüfer ist für Claus Schulz nun Maximilian Bantle.     BIANKAROITH

Über das Herbstkonzert am 25.11.06

MUSIK/ Stimmig und breitgefächert: Herbstkonzert des Städtischen Orchesters Albstadt

Bekanntes neu dargeboten: Ein Leckerbissen für Musikfreunde

Mit langem Applaus und großer Begeisterung wurde der Auftritt des Städtischen Orchester Albstadt belohnt. Das Herbstkonzert der 60 Aktiven mit Leiter Mathias Mundl war eine meisterhafte, breitgefächerte musikalische Darbietung. Auch das Jugendorchester wusste zu gefallen.

EBINGEN • "Gehörtes verändem" unter diesem Motto hatte das Städtische Orchester Albstadt zum Herbstkonzert eingeladen. Dieses war gut besucht, die Festhalle aber nicht ganz ausverkauft. Durch die Zusammenstellung verschiedener Kompositionen beleuchtete das Orchester die Thematik aus unterschiedlichen Perspektiven. So mit Variationen bekannter Melodien volksmusikalischen Klängen und bekannten Motiven.
Bild vergrößern Mit dem Glockenspiel des Big Ben in London wurde das Herbstkonzert eingeläutet, welches als Grundmotiv neben fanfarenartigem Akkordschema bestimmend war im "A Festival Anthem". Schon in diesem Auftaktstück mit höchsten Anforderungen stellte das Orchester seine Klasse eindrucksvoll unter Beweis. Musikdirektor Mathias Mundl führte in bewährter Manier durch das Konzertprogramm. Dieses würdigte auf besondere Weise Mozart in dessen Geburtsjahr, dazu ließ er sich etwas ganz besonderes einfallen. So mit den Variationen Max Regers, bearbeitet für großes Blasorchester von Dr. Bastiaan Blomhert. Bei diesem holländischen Musikwissenschafftler war das Städtische Orchester im Rahmen seiner Konzertreise vor kurzem zu Gast, hat einen Tag das "sehr beeindruckende Stück", so Mathias Mundl, mit dem 62-Jährigen eingeübt. Dieser war eigens zum Herbstkonzert angereist, kam spontan nach bestens gelungener Highlight-Erstaufführung zur Bühne, gratulierte Mundl und einigen Musikern persönlich für deren Leistung. Geduld und Ausdauer hatten sich gelohnt für solch eigenwillige Komposition. Bestehend aus acht unterschiedlichen, vereinzelt wiederholenden Elementen, aus welchen der musikalische Leiter erläuternde Hörbeispiele vorab herausgenommen hatte.
Im Anschluss nahmen die 60 Aktiven ihre Besucher mit nach Armenien. Die gleichnamigen Tänze von Alfred Reed waren Lieder in neuem Gewand, über Generationen weitergegeben. Begeistert und mit langanhaltendem Beifall wurde das Orchester in die Pause verabschiedet.
Den zweiten Teil eröffnete mit "Beach Boys on Stage" das Jugendorchester, in welchem einige Jungmusiker ihre Premiere feierten. Der "Yorkshire Ballade." folgte Michael Browns "Highlights from Shrek 2". Als Zugabe präsentierte der sich auf beachtlichem Niveau befindende Nachwuchs "Swinging". Die Vielseltigkeit der Musik bestimmte auch den zweiten Konzertteil. Vor allem in dem der"Rhapsodie provencale" von Kees Vlak folgenden "Sandpaper Concerto" von Norman Taylor. Die beiden Schlagzeuger Jonathan Dörrer und Pascal Winkler machten deutlich, dass Schmirgelpapier und Tupper-Schüssel musikalische Begleiter sein können. Im Fokus des hervorragend dargebotenen Band Fever" von Otto M. Schwarz standen Wolfgang Lederer als Alt-Saxophon- und Tobias Oßwald als Flügelhornsollst.
Das Orchester belohnte den langen Schlussapplaus mit zwei Zugaben, so auch mit dem Bon-Jovi-Hit "It's my life".      HORST SCHWEIZER

Über das Kirchenkonzert am 02.07.06

BENEFIZKONZERT / Städtisches Orchester überzeugt mit Spielfreude in der Martinskirche

Klangvolle Instrumentalmusik für guten Zweck

Im Rahmen der Veranstaltungen zum 100-jährigen Bestehen der Ebinger Martinskirche gab das Städtische Orchester Albstadt ein Benefizkonzert. Der Erlös kommt den sozialen Projekten zugute, die im Jubiläumsjahr gefördert werden.

EBINGEN • Mit dem eindrucksvollen Musikstück „Jubilee Overture" vom Engländer Philip Sparke eröffneten die rund fünfzig Musiker das Kirchenkonzert. Dirigent Mathias Mundl führte seine Aktiven sicher durch das lebhafte Allegro mit vielen Taktwechseln, hob die Blechbläserfanfaren hervor und übernahm die virtuosen rhythmischen Wendungen des Werkes für sinfonische Blasorchester.
Der Holländer Jan de Haan zeichnete sich für „Inspiration" verantwortlich, einer kontrastreichen Komposition, das mit einem glänzenden Fortissimo endet und von einem Trompetensolo von der Empore aus mit begleitet wurde. Eindrucksvoll vermittelte das Höchststufenorchester in „Suite" die Eleganz und den Stil des 17. Jahrhunderts. Dabei erweckten die Klarinetten die Klänge von zarten Violinen. Das längste Stück forderte auch gleichzeitig die ganze Konzentration und das spielerische Können der Musiker.
In „Et in terra pax", ein Plädoyer für den Frieden, macht der Komponist Jan van der Roost von der gesamten Skala an Klangfarben und Gefühlsempfindungen Gebrauch und dies nicht nur in Klängen, sondern auch mit Worten. Das Gedicht von Antoine de Saint-Exupery „Der Friede ist wie ein Baum" ist in das musikalische Werk mit eingebunden und wurde von Melanie Vosseler vorgetragen.

Mehr Zuhörer verdient

Traditionelles gab es mit „Swing low, sweet Chariot" einem Spiritual. „Choral Music" beinhaltete eine rasante und temporeiche Eröffnungspassage, erst danach erklang die Choralmelodie in ihrer ursprünglichen Form. Mit dem Präludium und Choral „Nun danket alle Gott" schloss das Orchester unter der Leitung des erst 33-jährigen Musikdirektors Mathias Mundl, der, wie es bei keinem Konzert anders sein darf, als Zugabe noch „Amen" musikalisch servierte. Der angemessene lang anhaltende Applaus war gleichzeitig Lohn für eine intensive Probenarbeit und einer Stunde voller anspruchsvoller sinfonischer Blasmusik. Auf jeden Fall hätte das Kirchenkonzert mehr Zuhörer verdient gehabt, nach dem es immerhin am Tag ohne WM-Fussball stattfand.         THOMAS BOLKART

Über das Herbstkonzert am 19.11.05


KULTUR /Herbstkonzert des Städtischen Orchesters Albstadt

Gegensätze wirken verbindend

Das Städtische Orchester Albstadt stellte sein diesjähriges Herbstkonzert, zugleich den musikalischen Jahreshöhepunkt, unter das Motto „Gegensätze?". Wie breitgefächert diese sein können, das beantwortete das Orchester mit einer überzeugenden Darbietung.

EBINGEN • Dem Herbstkonzert verpasste Dirigent Mathias Mundl eine etwas andere Richtung. So auch mit unterschiedlicher Besetzung und bestückt durch das Blechbläser-Ensemble. Mit im Boot war der Nachwuchs, welcher, wie die Aktiven, zu überzeugen wusste. Die Ebinger Festhalle war prädestiniert für die Hyldgaard-Komposition „Surround Sound", was Klang von allen Seiten bedeutet. Den Dialog mit dem 55-köpfigen Orchester von der Empore aus schufen Trompetensignale von Markus Ruf und Tobias Oßwald und Trommelwirbel durch Schlagzeuger Tobias Brösamle. In diesem Auftaktstück wurden die „Gegensätze?" zu einem beeindruckenden Werk vereint.
In ein großes Kino entrührten die Musiker ihre Zuhörer mit „Cinemascope". Mit diesem Zwölf Minuten-Werk nahm das Städtische Orchester im Juli beim Wertuhgsspiel in Kornwestheim teil, wurde von den Preisrichtern mit „sehr gutem Erfolg in der Höchststufe" bewertet. Auch auf heimischer Bühne gelang es als Premiere, die Filmszenen klanglich mit einer guten Leistung nachzustellen. Mathias Mundl, auch als Moderator fungierend, stellte es als wichtige Aufgabe heraus, dass Musik auch über Grenzen hinaus Gegensätze verbinden solle.
Mit einer verhältnismäßig kleinen Besetzung wurde das Concertino für Violoncello und Blasorchester zum Konzerthöhepunkt. Solist Hans-Hinrich Renner studierte in Köln und London, absolvierte zahlreiche Meisterkurse. Seit seinem Konzertexamen lebt er als freier Solist und Cellolehrer in Süddeutschland. Der viersätzigen Bruchmann-Komposition wurde langer Beifall gezollt.
Vor der Pause stand das Jugendorchester in neuer Kleidung im Focus. Mathias Mundl hatte sein Programm für rund 30 Nachwuchsmusiker der Familie Feuerstein, unterschiedlichen Eindrücken im wilden Westen und „Take it easy" in drei Sätzen gewidmet. Der eingeschlagene Weg beim Nachwuchs bewies ein gutes Leistungsvermögen, was mit der Zugabe mittels einer Rock-Pop-Nummer unterstrichen wurde.
Begeisternden Applaus erntete das Blechbläserensemble mit „Music for Brass" zum Auftakt des zweiten Konzertteils. Das Orchester ging zu Robin Hood, dem König der Diebe und englischen Volkshelden. Gegensätze waren „arm und reich", verglichen von Mundl „als Vorläufer unserer modernen Sozialversicherungssysteme". Eindrucksvoll die musikalische Leistung auch mit der West Side Story und dem abschließenden „Children of Sanchez". Der lange Applaus wurde mit zwei Zugaben belohnt, so auch mit dem neuen Arsenal-Konzertmarsch.
HORST SCHWEIZER


Über das Wertungsspiel am 02.07.05 in Kornwestheim


VEREIN / Städtisches Orchester beim Wertungsspiel

Auf der höchsten Stufe

Das Städtische Orchester Albstadt hat "mit sehr gutem Erfolg" am Wertungsspiel in Kornwestheim teilgenommen und hat sich damit in der oberen Hälfte der Höchststufe etabliert. Dabei kam das Orchester zu fast hundert Prozent ohne Aushilfen aus.

EBINGEN "Sie haben ein sehr gutes Höchststufenorchester", so die ersten Worte von einem der drei Wertungsrichter beim Jurorengespräch im Kulturhaus in Kornwestheim. Vorausgegangen war der fast fehlerfreie und ausdrucksstarke Vortrag des Selbstwahlstückes "Festive Overture" von Dmitri Shostakovich sowie des Wahlpflichtstückes "Cinemascope" von Herbert Marinkovits. Vor allem Letzteres, mit seinen sechs gegensätzlich abstrahierten Filmszenen, seiner Vielzahl von solistischen Passagen und mit seiner ausgefallenen Instrumentation, löste beim Publikum Begeisterung und bei der Jury um Landesblasmusikdirektor Franz Barthold Hochachtung aus.

Erfreulich aus Sicht des Orchesters ist es, dass diese anspruchsvolle Besetzung fast zu hundert Prozent aus eigenen Reihen gestellt werden konnte. So wechselte eine der drei Oboistinnen an den Flügel, an anderer Stelle wurde die Flöte mit dem Englischhorn getauscht. Auch Bassklarinette,

Fagott und Kontrabass waren besetzt. Im Bereich der Percussion - von den 51 Musikern waren alleine sieben Schlagzeuger und Percussionisten am Start - war von den Pauken über das Marimbaphon bis hin zu den Röhrenglocken alles vertreten. Laut Pressemitteilung des Vereins "ein nicht zu übersehender Erfolg" von Musikdirektor Mathias Mundl, selbst Diplomschlagzeuger und Lehrer an der Musik- und Kunstschule Albstadt.
Aus Sicht des Dirigenten - dem eine perfekte Vorbereitung und Orchesterführung bescheinigt wurde - ist das Ergebnis gar nicht entscheidend. Viel wichtiger sei die fast viermonatige Vorbereitungszeit, die das Orchester weiterbringe und die sicherlich auch noch beim Jahreskonzert am 19. November Früchte tragen werde. Dort wird "Cinemascope" nochmals zu hören sein, als Teil einer Reihe spannender "Gegensätze". Mit dem Erfolg in Kornwestheim konnte sich nicht nur das Städtische Orchester in der oberen Hälfte der Höchststufe etablieren. Den Namen "Albstadt", dessen ist man sich sicher, haben sich Experten und Liebhaber der symphonischen Blasmusik im gesamten Stuttgarter Raum notiert.

INFO

Mehr Infos über das Städtische Orchester, über Ausbildungsmöglichkeiten, Zusammensetzung und Formationen sind auf der Homepage des Vereins zu finden (www.staedtisches- orchester-albstadt.de).


Über das Kirchenkonzert am 14.03.05


KONZERT / Städtisches Orchester überzeugt

Ausrufezeichen gesetzt

Ein fulminantes Konzert präsentierte das Städtische Orchester Albstadt in der Friedenskirche. Mit dem ambitionierten Programm wussten die Musiker ebenso zu überzeugen wie mit der Ausführung.

E B l N G E N • Nachdem das Jugendorchester sich mit drei Stücken vorgestellt hatte, setzte das Erwachsenen-Ensemble gleich ein Ausrufezeichen. Die Festliche Ouvertüre von Dmitri Schostakowitsch ist mit ihren wechselvollen Klangfarben eine Herausforderung für jedes Blasorchester, und die Albstädter bestanden mit Bravour.
Desgleichen beim besinnlichen "Ave Maria" von Franz Biebl. Den Höhepunkt fand das Programm aber mit "Crown of Thorns" von Julie Giroux. Die Programmmusik zur Passionsgeschichte ist ein monumentales Werk, bei dem man deutlich die Lehrer der Komponistin heraushört: John Williams verdankt sie das wohl dosierte Pathos, dem jüngst verstorbenen Jerry Goldsmith den treibenden Einsatz des Orff-Instrumentariums. Wer dabei an Hollywood dachte, lag richtig: Julie Giroux wie ihre Vorbilder gehören zu den renommiertesten Filmmusik-Komponisten.
Auch hier bestach das Städtische Orchester unter der Leitung von Musikdirektor Mathias Mundl durch eine reife Leistung, die von gründlicher Probenarbeit und Begeisterung zeugte. Selbst als sich Erwachsenen- und Jugendorchester am Ende zu einem Satz aus dem Requiem von Andrew Lloyd Webber zusammenfanden, ging das Zusammenspiel nicht verloren.
Zwischen den Stücken zeigten verschiedene Ensembles des Städtischen Orchesters ihr Können. Den Auftakt markierten die Blechbläser mit fanfarenartigen Klängen, das Flöten-Ensemble erhielt nach dem ersten Satz eines Telemann-Konzerts verdienten Szenenapplaus. Frappierend gut waren die Saxophone. In ihrem modernen Repertoire offenbarten sie ein spielerisches Niveau, wie man es sonst bei den Profis suchen muss.
Die bis auf den letzten Platz besetzte Friedenskirche erlebte ein großes Konzert. Dabei überzeugte neben der Qualität auch die Musikauswahl des Städtischen Orchesters. Nur die Ensembles griffen auf Bewährtes aus früheren Epochen zurück. Der Mut, das komplette restliche Programm mit modernen Kompositionen zu gestalten, verdient Respekt.      BORIS RETZLAFF

vom Märchenspiel am 20.12.04


Peter und der Wolf: Instrumente durften auch ausprobiert werden

ALBSTADT • Ein schöner Tag, Peter geht auf die grüne Wiese und wird in einer Bild vergrößernkurzen Geschichte der Held des Tages. Peter hat den bösen Wolf gefangen und bringt ihn schlussendlich in einem Triumphzug in den Zoo. über 200 Kinder und Eltern verfolgten vergangenen Freitag das bekannte musikalische Märchen von "Peter und der Wolf". Die Kleinen verfolgten gebannt die Aufführung des Städtischen Orchesters, während Beate Hofmann sprach. Querflöten, Pauken, Klarinetten - hinterher durften die Instrumente nach Herzenslust ausprobiert werden, was den kleinen Gästen sichtlich Spaß machte. Schauplatz des Spektakels: die Albstädter Friedenskirche. Die Klasse 2A der Kirchgrabenschule und junge Künstler der Musik- und Kunstschule halfen tatkräftig mit: Der Raum war verziert mit selbst gemalten Bildern des Märchens und es gab Saftpunsch und Weihnachtsgebäck. TEXT/FOTO: STEFAN REDEL



vom Herbstkonzert am 20.11.04


KONZERT / Städtisches Orchester brilliert vor fast ausverkauftem Haus.

Von Höllenhunden und Hobbits

„Von Mythen und Märchen" erzählte das symphonische Blasorchester aus Ebingen in der Festhalle. Ein facettenreiches Thema, von Mathias Mundl zusammengestellt und von 54 Musikern des Städtischen Orchesters musikalisch perfekt umgesetzt.

EBINGEN •
Harmonie herrscht nicht nur zwischen den einzelnen Musikern und Registern, sondern auch zwischen Dirigent Mathias Mundl und dem gesamten Orchester, das seit Beginn diesen Jahresunter seiner Stabführung probt und musiziert.
Die Musiker reagieren sensibel auf ihren ausdruckstarken Dingenten, sowohl bei ruhigen Themen als auch bei furiosen, aggressiven Passagen. Gerade von diesem Gegensatz lebte das erste Stück des Abends, „Gandalf", der erste Satz aus der Symphonie Nr. l „Der Herr der Ringe". Ein würdevolles Thema stellt darin die weise Persönlichkeit Gandalfs dar, ein Allegro Vivace den verwegenen Ritt auf dessen Pferd Schattenfell. „Gandalf bildete gemeinsam mit „Hobbits", dem fünften Satz, die Klammer um das Konzertprogramm. De Meij beschreibt hier die optimistischen „Hobbits" mit einem fröhlichen Volkstanz. Gleichzeitig signalisiert Mundl dem Publikum mit dem Abschlussstück die fröhliche Haltung des modern wirkenden Städtischen Orchesters.
Genau diesen Eindruck hinterließ auch das Jugendorchester, das nicht am Anfang des Konzerts auftrat, sondern umrahmt von ihren Vorbildern. Sie fielen nicht ab, sondern auf, durch ausgezeichnete Harmonie und ein bereits beachtliches musikalisches Niveau. Das Jugendorchester stand ebenfalls unter der Leitung des 31-jährigen Diplomdirigenten Mundl, direkt nach dessen Nachweis, auch das klassische Schlagzeug bis zur Perfektion studiert zu haben.
Bei „Mytho-Logica" von Karl-Heinz Köper beeindruckte Mundl als Solopaukist gemeinsam mit dem Städtischen Orchester, dirigiert von Vizedirigent Arthur Grochowski. Die anspruchsvolle Literatur handelt von „Ceberus", dem Höllenhund, vom Reich der Schatten „Orcus" und vom obersten Gott „Jupiter". Die Brücke zwischen „Gandalf und „Mytho-Logica" bildete Wittrocks „Lord Tullamore". Wittrock beschreibt sein Werk so: „Aufreizende, herausfordernde und inspirierende irische Volksmusik", und genau in diesem Sinne füllte das Städtische Orchester die typisch irischen Zwölfachteltakte mit Leben.
Als besonders herausragend darf die Aufführung Prokofjews „Peter und der Wolf bezeichnet werden. Beate Hofmann-Mundl, Sopranistin und Stimmbildnerin, führte als Sprecherin das Orchester durch die vielen solistischen Passagen des musikalischen Märchens. Der fast dreißigminütige Vortrag erforderte höchste Konzentration und wurde mit lang anhaltendem Beifall belohnt. „Sie bekommen keine Zugabe" kommentierte Moderator Bernhard Schelb den Applaus des Publikums am Ende des Konzerts, „Sie bekommen zwei". Mit dem Konzertmarsch „Per aspera ad astra" und dem „Abendsegen" aus der Kinderoper „Hänsel und Gretel" hielt der auch von seinen Musikern gefeierte Mathias Mundl selbst mit den Zugaben am roten Faden „von Mythen und Märchen" fest.

INFO

Speziell für Kinder wird „Peter und der Wolf" am 17. Dezember um 18 Uhr in der Friedenskirche nochmals aufgeführt, diesmal unter der Mitwirkung der Kirchgrabenschule und der Musik- und Kunstschule Albstadt.

vom Kirchenkonzert am 04.04.04


KIRCHENKONZERT / Städtisches Orchester Albstadt

Gelungener Einstand des „Neuen"


Am Sonntag fand das erste Konzert des Städtischen Orchesters Albstadt unter der Leitung von Mathias Mundl statt.
In St. Josef traf der „Neue" in Ebingen auf einen alten Bekannten: Dekan Klink hatte ihm in der Grundschule schon Religionsunterricht gegeben.

EBINGEN •
  Deshalb fühlte sich Mundl auch "wie daheim" und legte ein anspruchsvolles, aber auch gefälliges Konzertprogramm vor. Sowohl das Große Orchester als auch das Jugendorchester hatten sich intensiv vorbereitet.

Letzteres begann mit zwei Sätzen aus der barocken Tanz-Suite von Händel, in deren zweitem Satz vor allem die Trompeterinnen Meike Rola und Elisabeth Merz auf sich aufmerksam machten. Darauf folgte eine Originalkomposition für sinfonisches Blasorchester von Well. Den Jugendlichen machte "Eurock" sichtlich selber Spaß.

Bild vergrößern Das Große Orchester begann mit dem "Panis Angelicus" von Frank.
Mit dem dritten Satz der. "Sinfonia Hungarica" kam der Höhepunkt des Konzerts. Komponiert zum 100. Jubiläum Ungarns, erzählt "Istvan" die Geschichte Stefans l., der das Christentum nach Ungarn brachte. Das Orchester meisterte dieses anspruchsvolle Stück bravourös. Spontaner Applaus erlöste von der Spannung, die Dirigent und Orchester aufgebaut hatten.

Ein Blechbläserensemble bezog die Zuhörer mit der "Großen Prozessionshymne über Lobe den Herren" mit ein: die fast voll besetzte Kirche sang vier Strophen nach einer klangvollen Einleitung mit.

Bei "Celtic Flutes" begeisterten die Solistinnen Claudia Hahnel und Daniela Häußler.

In den Mittelpunkt von "Choral Music" setzte Jacob de Haan den Choral "Sollt' ich meinem Gott nicht singen", welcher nach einer furiosen Einleitung erstrahlte. Prätentiös herausgearbeitet die Toccata, der Schluss dieses Werkes.

Was könnte besser passen, als ein Kirchenkonzert mit "Amen" zu beenden? "So sei es" sagt uns Pavel Stanek, indem er zwei Melodien, von verschiedenen Registern vorgestellt, am Schluss ineinander verwebt.

Nach langanhaltendem Applaus gab es die geforderte Zugabe: Der Saxophonsatz setzte, begleitet vom Orchester, einen Gospel Schlusspunkt.

Ein äußerst gelungener Konzertabend war zu Ende, hervorragend vorbereitet und vielen Geschmäckern Rechnung tragend.

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